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08/12/2016 17:08 CET

So will Putin in die Bundestagswahl eingreifen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat angebliche Pläne, in die Bundestagswahlen 2017 einzugreifen.
Sergei Karpukhin / Reuters
Der russische Präsident Wladimir Putin hat angebliche Pläne, in die Bundestagswahlen 2017 einzugreifen.

  • Der russische Präsident Wladimir Putin versucht in die Bundestagswahlen 2017 einzugreifen, behauptet ein Kreml-Experte

  • Damit soll Bundeskanzlerin Angela Merkel von der politischen Spitze vedrängt werden

Der Wahlkampf zu den Bundestagswahlen 2017 könnte sich nicht nur in Deutschland abspielen. Jakub Janda, stellvertretender Direktor der tschechischen Denkfabrik "European Values", vermutet, dass es auch aus Russland Versuche geben wird, Einfluss auf die Wahlen zu nehmen. Das erklärte er in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Mit verschiedenen Instrumenten soll so der russische Präsident Wladimir Putin so die Wiederwahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel verhindern.

Cyber-Attacken in Deutschland

Der Hacker-Angriff auf die Telekom könnte erst der Anfang einer Reihe gezielter Angriffe auf Deutschland gewesen sein. Mit allgemeinen Angriffen auf Großunternehmen wie die Telekom soll die Unsicherheit unter den Bürgen geschürt werden.

Laut Kreml-Experte Janda soll damit das Gefühl bei der Bevölkerung hervorgerufen werden, dass die Bundesregierung die deutsche Bevölkerung nicht schützen könne.

Mehr zum Thema: CDU-Vize Julia Klöckner warnt vor Bot-Attacken im Wahlkampf

Auch auf ihr Handy und ihren privaten E-Mail-Account sollte die Kanzlerin besonders Acht geben. Russland könnte versuchen in ihre Privatsphäre einzudringen und so pikante Details herauszufinden.

Außerdem soll mit Fake News ein falsches Bild der Kanzlerin erzeugt werden. Janda vermutet, Merkel werde als Kriegstreiberin dargestellt, die US-Interessen und nicht etwa deutsche Interessen vertrete. Diese Propagandamaschinerie soll von verschiedenen Medien wie dem pro-russischen Fernsehsender "Russia Today" vorangetrieben werden.

Putin könnte die Flüchtlings-Krise ausnutzen

Das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU stehe ebenso auf wackligen Beinen. Sollte der EU-Türkei-Deal platzen, würde das eine neue Flüchtlingswelle nach Europa auslösen.

Spitzt sich die Krise dadurch weiter zu, könnte das ein gefundenes Fressen für Putins Anti-Merkel-Propaganda sein. "Das würde der Kampagne neue Flüchtlinge und damit neues Feuer geben", so der Kreml-Experte zur "Bild". Vor allem rechtspopulistische Kräfte könnten dadurch neuen Zulauf erfahren.

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Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

In einem großangelegten Projekt hilft der Verein SyrienHilfe e.V. vor Ort Menschen in Not, die ihre Heimat nicht verlassen können oder wollen. Seit 2012 setzen sich Ärzte, Ingenieure, Archäologen, Lehrer und Künstler in dem Bürgerkriegsland dafür ein, dass die Bevölkerung in ihrem eigenen Land ein würdevolles Leben führen kann.

Der Verein betreut Waisenkinder, organisiert medizinische Versorgung für Behinderte und chronisch Kranke und finanziert Lebensmittel und Unterkünfte.

Unterstütze sie jetzt auf www.zusammen-für-flüchtlinge.de, der zentralen Plattform für Projekte in der Flüchtlingshilfe von betterplace.org.

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(mf)