POLITIK
07/12/2016 22:05 CET | Aktualisiert 08/12/2016 01:39 CET

Boris Palmer bei "Maischberger": "Ja, Ausländer sind im Schnitt krimineller"

Boris Palmer bei "Sandra Maischberger"
ARD Mediathel
Boris Palmer bei "Sandra Maischberger"

  • Deutschland streitet über den Fall Maria L.

  • Viele Bürger fragen sich: Steigt die Kriminalität durch Flüchtlinge?

  • Der Grünen-Politiker hat da eine ganz eigene Meinung

Der Sexualmord in Freiburg und die Vergewaltigungen in Bochum, bei denen in beiden Fällen ein Flüchtling der Täter war, haben das Land schwer erschüttert.

Längst wurden die Vorfälle politisch instrumentalisiert. Stehen Flüchtlinge jetzt unter Generalverdacht? Und wie soll der Staat darauf reagieren? "Angst vor Flüchtlingen: Ablehnen, ausgrenzen, abschieben?", war deshalb das Thema bei "Maischberger" gestern Abend.

Vor allem der Grünen-Politiker Boris Palmer überraschte mit seiner Haltung zum Thema Kriminalität von Flüchtlingen.

Anzahl an jungen Männern macht laut Palmer den Unterschied

"Die Aussage, die Migranten hätten die gleiche Kriminalitätsbelastung wie die Deutschen, ist falsch", polterte er in bester Law-and-order-Manier. Doch auch die Aussage, Ausländer seien generell krimineller, sei falsch.

"Es sind die gleichen Menschen wie wir, wenn die gleichen Einflüsse auf sie wirken, haben sie die gleich Kriminalitätsneigung."

Wenn man Korrekturfaktoren, wie Alter, Geschlecht, Bildung und Einkommen aus der Statistik herausrechne, seien Migranten zwar genauso kriminell wie die Deutschen.

Da unter ihnen aber mehr Männer vorkommen, die jünger, ärmer und weniger gebildet sind, als die Deutschen, würden Zuwanderer eher kriminell als Deutsche: "Ja, Ausländer sind im Schnitt krimineller."

Diese Unterscheidung führe dazu, dass viele Menschen die Kriminalitätsstatistik nicht verstünden - und das würde von der AfD missbraucht.

Mehr zum Thema: Reaktionen auf Mord an Maria L. in Freiburg: "Die Vertreter der Willkommenskultur schweigen"

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(ben)