POLITIK
08/12/2016 02:04 CET | Aktualisiert 08/12/2016 07:07 CET

Bei "Maischberger": AfD-Frau macht Merkel für Mord in Freiburg mitverantwortlich

  • Bei "Maischberger" ging es um den Mord an der Freiburger Studentin Maria L.

  • AfD-Politikerin Alice Weidel provozierte mit ihrer Meinung zur Verantwortung der Kanzlerin

  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Die AfD-Politikerin Alice Weidel erhob in der Talkshow "Maischberger" schwere Vorwürfe gegen Kanzlerin Angela Merkel. Auf die Frage der Moderatorin, ob die Bundeskanzlerin für den Sexualmord in Freiburg verantwortlich sei, antwortet sie: "Selbstverständlich ist sie das, indirekt."

Weidel reichten also exakt fünf Worte, um bei "Maischberger" für einen Eklat zu sorgen.

Der Staat verzichte ohne Not darauf, zwischen Einwanderung und Asyl zu differenzieren und die EU-Außengrenzen zu schützen, sagte die AfD-Frau weiter. "Jeder Tod, der durch einen Flüchtling verursacht wird, ist ein Tod zu viel."

"Diesen Tod zu missbrauchen, ist einfach schlimm"

Paul Ziemiak von der Jungen Union reagierte entsetzt auf diese Worte. "Diesen Tod zu missbrauchen, um daraus ganz billig politisches Kapital zu schlagen, ist einfach schlimm", sagte er im Bezug auf den Mord in Freiburg.

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Er forderte die Abschiebung straffälliger Asylbewerber. "Von jedem, der hierher kommt, erwarten wir, dass er sich an Recht und Gesetz hält. Und wenn man es nicht kann oder will, dann wird man wieder zurückgeschickt."

SPD-Politikerin Gesine Schwan sah das kritisch. "Wir können die Menschen nicht dahin zurückschicken, wo sie ganz sicher nicht sicher sind." Sie fragt, ob 100.000 Abgeschobene tatsächlich dazu führen würden, dass wir uns in Deutschland sicherer fühlen.

Der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, verlangte eine "ehrliche Diskussion über die Kriminalität von Flüchtlingen". Zwar sei die Vorstellung, dass alle Flüchtlinge "schlimm kriminell" seien, nicht korrekt.

"Fühlen wir uns sicherer, wenn wir 100.000 abgeschoben haben?"

Es stimme aber, das die Kriminalitätsbelastung bei ihnen höher sei als bei Deutschen. Der Grund sei, dass unter ihnen der Anteil junger Männer mit geringer Bildung und geringem Einkommen höher sei. Unter den gleichen Einflüssen würden Deutsche allerdings genauso häufig straffällig.

TV-Moderator Ranga Yogeshwar warf ein, dass die ins Gespräch gebrachten Abschiebungen nicht so einfach durchzuführen sind. "Das ist nicht so einfach wie bei Ikea, wo man das Kind im Ballparadies abgibt..."

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Er schlug vor, auf die Zuwanderer offener zuzugehen: "Ich sehe viele Menschen, die ein großes Geschenk sind – der Punkt ist: Wir müssen ihnen in die Augen schauen!"

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(ben)