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08/12/2016 08:46 CET | Aktualisiert 08/12/2016 11:34 CET

Düsseldorf will Cannabis legalisieren

Düsseldorf plant legale Cannabis-Verkaufsstellen.
ASSOCIATED PRESS
Düsseldorf plant legale Cannabis-Verkaufsstellen.

  • Düsseldorf will einen regulierten Verkauf von Cannabis legalisieren

  • Berlin Friedrichshain-Kreuzberg scheiterte bislang an diesem Plan

  • Für eine Genehmigung plant Düsseldorf zunächst einen Feldversuch

Wenn es ums Kiffen geht, will Düsseldorf neue Wege einschlagen. Die NRW-Landeshauptstadt will die bundesweit erste Kommune werden, die einen regulierten Verkauf von Cannabis legalisiert.

Im Rathaus der Stadt wird deshalb zurzeit überlegt, wie Düsseldorf dafür die Genehmigung bekommen könnte. Ganz so einfach ist das nämlich nicht.

Berlin Friedrichshain-Kreuzberg scheiterte bislang

Schon der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg scheiterte mit einem ähnlichen Vorhaben.

Der Bezirk wollte in vier Verkaufsstellen Cannabis an erwachsene und registrierte Konsumenten verkaufen. Ziel war es, dadurch den kriminellen Drogenhandel entlang der Partymeilen einzudämmen.

Das Vorhaben scheiterte jedoch am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, das den Antrag des Berliner Bezirks ablehnte. Die Begründung: Auch eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken ist mit dem Betäubungsmittelgesetz nicht vereinbar.

Der Plan: Eine wissenschaftliche Studie

Wieso sollte Düsseldorf also eine Genehmigung bekommen, wenn ein Berliner Bezirk zuvor schon daran gescheitert ist? Um diese Frage zu beantworten, fand am Mittwoch eine Fachtagung im Düsseldorfer Rathaus statt.

Mehr zum Thema: So will Rot-Rot-Grün den Cannabis-Verkauf legallisieren

Wie die "Rheinische Post" berichtet, wurde hierbei auch schon ein Plan entwickelt: Die Genehmigung für den legalen Cannabis-Verkauf soll über eine wissenschaftliche Studie erreicht werden.

Demnach sollen über einen Zeitraum von zwei Jahren 500 Probanden beobachtet werden, von denen die Hälfte Cannabis legal kaufen darf und die andere Hälfte nicht. Nach dem Projekt soll es dann eine Auswertung geben.

Die geplante Legalisierung von Cannabis würde, wenn überhaupt, also erst einmal ausschließlich im Rahmen eines begrenzten Feldversuchs stattfinden.

Die Studie könnte eine Millionen Euro kosten

Laut der "Rheinischen Post" ist die Stadt voraussichtlich im Sommer 2017 so weit, den Antrag auf Genehmigung für legale Cannabis-Verkaufsstellen einzureichen. Dann dürfte sich entscheiden, ob der Plan der Stadt erfolgreich ist und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte den regulierten Verkauf von Cannabis genehmigt.

Ein Manko des Düsseldorfer Plans sind laut der "Rheinischen Post" allerdings noch die Kosten. Eine solche wissenschaftliche Studie soll nämlich rund eine Millionen Euro kosten.

Um das zu stemmen, plane das Düsseldorfer Gesundheitsdezernat auch andere Kommunen aus der Umgebung mit ins Boot zu holen. So sollen bei der Fachtagung bereits Politiker aus Köln und Münster zu Gast gewesen sein.

Der Anfang für die Düsseldorfer Bemühungen um einen legalisierten Verkauf von Cannabis liegt im Jahr 2015. Im August letzten Jahres hatte das Bündnis aus SPD, Grüne und FDP, sowie die Linke einen Antrag auf lizensierte Abgabe von Cannabisprodukten zugestimmt.

Mit Material von dpa.

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