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08/12/2016 02:00 CET | Aktualisiert 08/12/2016 02:04 CET

Trump macht Klimawandel-Skeptiker zum obersten Umweltschützer

Donald Trump
ASSOCIATED PRESS
Donald Trump

  • Donald Trump besetzt weitere wichtige Stellen seiner Regierung

  • Die Umweltschutzbehörde soll mit Scott Pruitt künftig ein Klimawandel-Skeptiker leiten

  • Pruitt gilt außerdem als Verfechter der Kohlekraft

Donald Trump macht Scott Pruitt (48), einen engen Vertrauten der Kohle- und Ölindustrie, zum Chef der mächtigen US-Umweltschutzbehörde EPA. Das bestätigte das Team des designierten US-Präsidenten am Mittwoch US-Medien.

Nach Einschätzung der "New York Times" belegt die Entscheidung Trumps Absicht, die Errungenschaften seines Vorgängers Barack Obama in Sachen Klimaschutz abzubauen.

Als Chefankläger des Bundesstaates Oklahoma war Pruitt einer der Architekten des Kampfes gegen Obamas "Clean Power Plan". Dieses Vorhaben für sauberere Kraftwerke bezeichnete Pruitt als "Krieg gegen die Kohle". Pruitt ist dafür bekannt, den Klimawandel nicht anzuerkennen.

Kürzlich schrieb er, dass die Forschung immer noch uneins sei, ob der Klimawandel eine wirkliche Gefahr ist. Tatsächlich sind alle seriösen Klimaforscher der Meinung, dass die Erderwärmung menschengemacht sind und eine ernste Bedrohung für die

Umweltschutzbehörde wird umgekrempelt

Im Jahr 2014 führte Pruitt nach Recherchen der "New York Times" eine Allianz großer Energieversorger gegen klimapolitische Regulierungen Obamas an. Es ist Trump rechtlich nicht möglich, den "Clean Power Plan" komplett einzureißen. Er kann ihn aber entscheidend aufweichen.

Im Wahlkampf hatte Trump mehrfach angekündigt, er werde die EPA abschaffen, vor allem weil sie zu teuer sei.

Die EPA (Environmental Protection Agency) mit Sitz in Washington DC beschäftigt rund 17.000 Menschen. Zuletzt wurde sie vor allem im Zusammenhang mit dem VW-Dieselskandal einem größeren Publikum bekannt. Die jetzige Chefin ist Gina McCarthy.

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