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07/12/2016 16:05 CET

Um Bedürftigen zu helfen, verkauft Paris alte Liebesbeweise

Die Stadt Paris will Liebesschlösser verkaufen - und den Erlös an Flüchtlinge spenden
Chesnot via Getty Images
Die Stadt Paris will Liebesschlösser verkaufen - und den Erlös an Flüchtlinge spenden

  • Die Stadt Paris kämpft seit Jahren gegen den Liebesschlösser-Trend

  • Ab 2017 sollen rund zehn Millionen Tonnen davon verkauft werden

  • Der Erlös soll Flüchtlingen zu Gute kommen

Seit gut zwei Jahren kämpft die Stadt Paris gegen die bei Touristen beliebten Liebesschlösser, die zahlreiche Brücken und Geländer der Stadt schmücken. Seit diesem Sommer ist das Anbringen der Liebesbeweise an öffentlichen Plätzen der Stadt sogar verboten.

Die Schlösser, die die Stadt nun tonnenweise von den öffentlichen Plätzen der französischen Hauptstadt entfernt, sollen allerdings nicht einfach im Müll landen - stattdessen hat Paris einen Weg gefunden, um einen Nutzen aus dem gefährlichen Trend zu ziehen.

Zehn Tonnen Liebesschlösser sollen verkauft werden

Mindestens zehn Tonnen der Pariser Liebesschlösser sollen nun verkauft werden. Der Erlös soll den Flüchtlingen der Stadt zu Gute kommen, teilte der stellvertretende Pariser Bürgermeister Bruno Julliard am Mittwoch mit.

"Jeder soll fünf oder zehn Liebesschlösser erwerben oder sogar größere Packs, alle für einen erschwinglichen Preis", erklärte Julliard in einer Pressemitteilung. "Alle Erlöse sollen an Gruppen gehen, die die Flüchtlinge in Paris unterstützen".

Paris hofft auf 100.000 Euro für die Flüchtlingshilfe

Von der Aktion, die im kommenden Jahr starten soll, erhofft sich die Stadt demnach einen Erlös von mindestens 100.000 Euro. Geld, das die Flüchtlinge von Paris gut brauchen könnten - denn die Stadt der Liebe ist bekannt für ihr Flüchtlingsproblem.

Seit mehr als einem Jahr wiederholt sich immer wieder das gleiche Drama: Flüchtlinge kommen in Paris an, doch die regulären Unterkünfte sind voll - also campen sie auf der Straße. Irgendwann wird die Situation so prekär, dass der Staat nicht mehr wegschauen kann.

Zuletzt hatte Paris Anfang November so ein wildes Flüchtlingslager an der Metrostation Stalingrad aufgelöst und die Menschen in Notunterkünften untergebracht.

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(mf)