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07/12/2016 02:21 CET | Aktualisiert 07/12/2016 02:24 CET

Markus Lanz diskutiert den Fall Maria L. - und zeigt, wie das Verbrechen eine Stadt in Angst versetzt

Der Moderator Markus Lanz
Markus Lanz Facebook
Der Moderator Markus Lanz

Es war eine traurige Erkenntnis, die die Talkrunde von Markus Lanz gestern zu Tage förderte.

Es ging um den Fall der ermordeten Studentin Maria L. in Freiburg. Tatverdächtig ist ein junger Flüchtling aus Afghanistan. Das furchtbare Verbrechen bewegt Deutschland seit Tagen.

Gespannt warteten die Zuschauer deshalb gestern auf den Auftritt von Thomas Fricker, Chefredakteur der "Badischen Zeitung". Fricker kennt die Gefühlslage in seiner Stadt vielleicht wie kein Zweiter.

Als er über Freiburg sprach, räumte er mit vielen Klischees über die vermeintlich sichere und tolerante Stadt auf.

"Es ist eine große Verunsicherung spürbar", sagte Fricker. Frauen trauten sich nicht mehr Joggen zu gehen, Töchter wurden vermehrt mit dem Auto in die Schule gefahren.

Das entspricht so gar nicht dem Bild der idyllischen Breisgau-Metropole. Freiburg ist tief verunsichert, das wurde aus den Worten Frickers klar. Vielleicht auch, weil bisher eine Erklärung für das Verbrechen fehlt.

An einer solchen Erklärung versuchte sich Frickers aber. der Journalist Fricker nannte die Unterbringung in Heimen, mögliche Traumatisierung, fehlende Perspektiven.

Über den Mörder von Maria L. ist bekannt, dass er in einer liebevollen Gastfamilie wohnte. Sonst wenig.

So musste gestern auch die wichtigste Frage bei Markus Lanz ungeklärt bleiben. Wie sehr ein Verbrechen eine ganze Stadt verstören kann, zeigte die Sendung aber.

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