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07/12/2016 08:54 CET | Aktualisiert 07/12/2016 09:30 CET

"Hätten auch Jesus abgeschoben": Ralf Stegner keilt auf Twitter gegen die CDU

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Die CDU tagt seit Montag in Essen auf ihrem Parteitag.

Was jetzt schon klar ist: Die Konservativen wollen die Asyl- und Einwanderungspolitik verschärfen.

Unter anderem sollen auch Minderjährige Flüchtlinge ausgewiesen werden können. Auch die doppelte Staatsbürgerschaft will die CDU abschaffen. Das ist ein Frontalangriff auf die SPD, die lange mit der CDU um einen Kompromiss zur doppelten Staatsbürgerschaft gerungen hatte.

Kein Wunder, dass die SPD sofort die Messer auspackte. SPD-Vize Ralf Stegner twitterte: "Wie will die Union die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft durchsetzen? Mit der SPD jedenfalls nicht! Große Koalition aufkündigen?"

Weiter keilte er: "Erst Merkel mit fast 90% wählen, dann die letzten Reste ihrer humanitären Flüchtlingspolitik abmerkeln."

Und Stegner schreckte auch nicht vor gewagten Vergleichen zurück: "Advent, Advent: Bei Christdemokraten Jens Spahn & Co würde der "Wirtschaftsflüchtling" +Doppelstaatler Jesus sicher konsequent abgeschoben."

Auch Gabriel kritisierte die Forderungen den CDU. "Das ist ein schlimmer Beschluss", sagte der Vizekanzler am Mittwoch in Berlin. Die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel habe sich ihr Wiederwahlergebnis beim CDU-Parteitag von 89,5 Prozent "erkauft", indem sie nun den innerparteilichen Gegnern ihrer Flüchtlingspolitik die in Deutschland geborenen Kinder ausländischer Eltern opfere, sagte der Vizekanzler am Mittwoch in Berlin.

Merkel könne nicht knapp eine Million Flüchtlinge einladen "und sich dafür bejubeln lassen", dann aber die hier geborenen Kinder schlecht behandeln.

Hintergrund zum CDU-Parteitag:

Gut neun Monate vor der Bundestagswahl hat die CDU bei ihrem Parteitag den Kurs in der Flüchtlingspolitik verschärft. Die Delegierten stimmten am Mittwoch in Essen dem Leitantrag der Parteispitze mit dem Titel "Orientierung in schwierigen Zeiten" einmütig zu. Demnach sollen die Abschiebehaft ausgeweitet und Sozialleistungen für abgelehnte Asylbewerber gekürzt werden. Daneben legt sich die CDU unter anderem darauf fest, grundsätzlich keine Steuern zu erhöhen.

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