POLITIK
07/12/2016 23:28 CET | Aktualisiert 08/12/2016 06:27 CET

Petry fragt sich, ob Merkel Arabisch-Unterricht und "Halal-Kochkurse" für Deutsche will

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry
Wolfgang Rattay / Reuters
Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry

  • Frauke Petry stößt sich an einer Äußerung der Kanzlerin auf dem CDU-Parteitag

  • Sie begrüßt allerdings die Beschlüsse der Deligierten

  • Die Union habe "ihren Verstand" wiedergefunden

In einer Pressemitteilung empörte sich die AfD-Vorsitzende Frauke Petry über die Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, sie habe manchmal den Eindruck, "dass auch einige, die schon immer hier in Deutschland leben, dringend einen Integrationskurs nötig hätten".

Ihr sei nicht klar, was diesen Einheimischen beigebracht werden solle, erklärte Petry: "Halal-Kochkurse, die arabische Sprache oder wie man ein Kopftuch richtig bindet?"

Ansonsten aber begrüßte die AfD die Beschlüsse des CDU-Parteitages zur Zuwanderung. Petry äußerte aber Zweifel daran, dass diese auch umgesetzt werden.

"Nachdem die CDU unter Frau Merkel in der Einwanderungspolitik anderthalb Jahre den Verstand ausgeschaltet hatte, war im Interesse unseres Landes ja nur zu hoffen, dass sie ihn irgendwann wiederfindet", sagte Petry am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die Alternative für Deutschland sei erfreut, "dass wir der CDU dabei auf die Sprünge helfen konnten". Die AfD-Politik lauthals abzulehnen und dann klammheimlich zu übernehmen, sei auf Länderebene ohnehin längst gängige CDU-Praxis.

Die Delegierten der CDU stimmten am Mittwoch in Essen dem Leitantrag der Parteispitze mit dem Titel "Orientierung in schwierigen Zeiten" einmütig zu. Demnach sollen die Abschiebehaft ausgeweitet und Sozialleistungen für abgelehnte Asylbewerber gekürzt werden.

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