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07/12/2016 05:22 CET | Aktualisiert 07/12/2016 05:22 CET

Forscher haben herausgefunden, was das höchste Alter ist, das Menschen erreichen können

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Der Wunsch nach Unsterblichkeit ist so alt wie die Menschheit selbst. Und obwohl wir wissen, dass die Vorstellung eines ewigen Lebens Utopie ist, hoffen wir auf ein möglichst langes Dasein auf der Erde.

Dieses hat aber offenbar eine numerische Grenze wie Forscher nun herausgefunden haben. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir unsere Grenze erreicht haben", sagte der Molekulargenetiker und Autor Jan Vijg der "New York Times". "Die Menschen werden nicht älter als 115."

Der Professor an der Albert Einstein College of Medicine Department of Genetics und seine Co-Autoren haben herausgefunden, dass das menschliche Leben eine natürliche Grenze hat. Auch die fortschreitende Medizin kann daran nichts rütteln. Denn die menschliche Lebensspanne ist genetisch bedingt und daher fixiert, wie es in der Studie heißt.

Der älteste Mensch wurde 122 Jahre

Wer jetzt protestiert und zum Beispiel Jeanne Louise Calment anführt, hat nicht unbedingt recht. Zwar wurde die Französin 122 Jahre alt und hält seit 1990 den Rekord des höchsten erreichten Lebensalters eines Menschen. Allerdings handelt es sich nach Angaben der Wissenschaftler bei Personen wie Calment um ganz seltene Ausnahmen.

Auch wenn wir nun mit der 115-Grenze leben müssen, können wir dennoch zufrieden sein. Schließlich steigt die Wahrscheinlichkeit stetig, ein hohes Alter zu erreichen: Im Mittelalter lag die mittlere Lebenserwartung noch zwischen 40 und 50 Jahren. Nach Berechnung des Statistischen Bundesamts werden Jungen, die im Jahr 2011 geboren wurden, knapp 78 Jahre alt werden, Mädchen knapp 83 Jahre.

Sicher ist: Wie alt wir werden können, hängt von ganz vielen einigen Faktoren ab. Ein Grund für die "künstliche Lebensverlängerung" sind zum Beispiel die vielfältigen Verbesserungen der letzten 150 Jahre: allen voran der medizinische Bereich.

Schon heute geht die gesteigerte Lebenserwartung mit einem Absinken der Krankheits- und Leidensphasen einher. Aber auch technische, wirtschaftliche und allgemein-soziale Veränderungen begünstigen die Gesundheit.

Das Geschlecht spielt bei der Lebenserwartung eine Rolle

Ein Faktor ist auch das Geschlecht: "Bis zu den Wechseljahren schützen die Sexualhormone Frauen vor vielen chronischen Krankheiten", sagte Alfred Wolf, Gynäkologe und Anti-Aging-Experte in Ulm "Focus Online". Studien an Zwillingspaaren haben zudem ergeben, dass erbliche Faktoren die Lebenserwartung zu einem Viertel bedingen.

Darüber hinaus ist der Lebensstil entscheidend: So verkürzt jede Zigarette statistisch betrachtet das Leben um sieben Minuten. Auch Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, eine ungesunde Ernährung und die persönliche Einstellung beeinflussen, wie lange wir leben.

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(lk)