POLITIK
08/12/2016 00:01 CET | Aktualisiert 08/12/2016 00:18 CET

US-Gericht zerstört die letzte Hoffnung der Clinton-Anhänger

Donald Trump kann sich freuen: Die Neuauszählung der Stimmen in Michigan wird gestoppt
The Washington Post via Getty Images
Donald Trump kann sich freuen: Die Neuauszählung der Stimmen in Michigan wird gestoppt

  • Ein Gericht stoppt die Neuauszählung der Stimmen im US-Staat Michigan

  • Damit gibt es für Clinton keine Chance mehr, die Präsidentschaftswahl doch noch zu gewinnen

Im US-Staat Michigan hat ein Gericht die Neuauszählung der Stimmen des Präsidentschaftswahlkampfs gestoppt. Damit ist der Sieg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump über seine demokratische Rivalin Hillary Clinton endgültig besiegelt.

Denn um die Präsidentschaftswahl noch zu ihren Gunsten umzudrehen, hätte Clinton einen Sieg in allen drei Staaten - gebraucht, in denen neu gezählt wurde: Michigan, Pennsylvania und Wisconsin.

Jill Stein hatte keine realistische Chance, die Neuauszählung zu gewinnen

Richter Mark Goldsmith hob am Mittwoch eine vorläufige einstweilige Verfügung auf, nach der die Behörden abgehalten worden waren, die von der Grünen-Kandidatin Jill Stein beantragte Zählung zu stoppen, wie die Zeitung "The Detroit News" unter Berufung auf den Gerichtsbeschluss berichtete.

Goldsmith erklärte, Stein sei nicht berechtigt gewesen, die Neuauszählung zu beantragen, da sie keine realistische Chance habe, diese zu gewinnen. Nach dem Gerichtstermin sagte Stein der Zeitung "The Detroit Free Press", dass die Neuauszählung bislang darauf hindeute, dass es Probleme beim Wahlverfahren in Michigan gegeben habe, besonders in Gemeinden mit Minderheiten und geringen Einkommen.

Trump baute seinen Vorsprung in Wisconsin aus

Der Vorsitzende der Republikaner in Michigan, Ronna Romney McDaniel, begrüßte den Stopp der Auszählung. Dies sei ein Sieg für Wähler und Steuerzahler.

Mehr zum Thema: Manipulierte Wahlen? US-Politikerin erzwingt Nachzählung der Stimmen

Am Freitag soll es eine Anhörung im US-Staat Pennsylvania geben, ob dort ebenfalls noch einmal neu ausgezählt wird. In Wisconsin läuft derzeit eine Stimmenauszählung - dabei hat Trump seinen Vorsprung gegenüber Clinton weiter ausgebaut.

Stein, die landesweit lediglich ein Prozent der Stimmen auf sich vereint hatte, hatte eine Überprüfung des Ergebnisses in den drei Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan beantragt, wo die Ergebnissen jeweils sehr knapp waren. Sie machte geltend, dass Wahlmaschinen manipuliert gewesen sein könnten. In den drei Staaten war die demokratische Kandidatin Hillary Clinton Favoritin gewesen.

Auch auf HuffPost:

Dieser Artikel war bei Amazon meistverkauft – wegen Donald Trump