NACHRICHTEN
07/12/2016 03:47 CET | Aktualisiert 07/12/2016 13:28 CET

Adler Lokomotive als Google Doodle: 7 Fakten über den 1. Zug in Deutschland

Das Google Doodle ehrt die erste kommerzielle Lok in Deutschland, den Adler
Screenshot/Google
Das Google Doodle ehrt die erste kommerzielle Lok in Deutschland, den Adler

  • Am 7. Dezember 1835 fuhr die erste Lokomotive in Deutschland - der Adler

  • Es war eine Revolution der Fortbewegung zwischen Nürnberg und Fürth

  • 7 Fakten zu der Lok und ihrer Jungfernfahrt

Eine Dampflok fährt am 7. Dezember auf Google durch das Doodle. Der Rauch bildet den Namen der Suchmaschine. Damit erinnert das Unternehmen an eine echte Revolution. Denn auf den Tag genau vor 181 Jahren fuhr die erste Lokomotive in Deutschland: der Adler. Diese Lok ist der Beginn des kommerziellen Bahnverkehrs und auch heute sind Züge aus dem Verkehr nicht wegzudenken. Daher gibt es zum Feier des Tages sieben Fakten zum ersten Personenzug in Deutschland.

1. Der Zug stammt nicht aus Deutschland

Auch wenn der Name sehr deutsch klingt, ist der Adler echte englische Wertarbeit. Denn die Dampf-Lok wurde in Newcastle konstruiert und gebaut. Die sogenannte Königlich privilegierte Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft in Nürnberg bekam sie dann - und zwar in Einzelteile zerlegt.

2. Der Adler fuhr von Nürnberg nach Führt

Als die Maschine wieder zusammengebaut worden war, dampfte die Lok von Nürnberg nach Fürth. Diese rund sechs Kilometer schaffte der Adler mit seinen neun Waggons bei der Jungfernfahrt in neun Minuten. 200 Passagiere fuhren mit, die Presse war bei den beiden neuen Bahnhöfen vor Ort.

Der eine Teil war von der neuen Fahrtechnik begeistert, bisher kannte man ja nur Pferde für die schnelle Fortbewegung. Die anderen hatten Angst vor dem rauchenden, dampfenden Ungetüm - und auch der Geschwindigkeit.

3. Die Lok erreichte eine damals unglaubliche Geschwindigkeit

Im Vergleich zu den üblichen Fahrten war der Adler bei seiner Jungfernfahrt richtig schnell: Denn ansonsten benötigte die Bahn seinerzeit 14 Minuten für die Strecke. Die Lokomotiv-Führer fuhren nämlich maximal 24 bis 30 km/h schnell. Um die Lok zu schonen.

4. Die Lok wurde durch Pferde ersetzt - aus einem einfachen Grund

Da zudem Kohle teuer war - es war auch in den Haushalten durchaus ein gängiges Heizmittel - und es zunächst ja nur einen Zug gab, spannte man damals gerne Pferde vor die Waggons. Trotzdem: Der Adler wurde zu einer Erfolgsgeschichte und begründete die kommerzielle Nutzung der Loks.

5. Den Adler gibt es nicht mehr

Der Adler selbst galt nach etwas mehr als einem Jahrzehnt in Betrieb bereits als veraltet und zu langsam. In Einzelteilen wurde das Wunderwerk von einst letztlich wieder verkauft. Das Museum der Deutschen Bahn in Nürnberg besitzt nur noch einen gelben Waggon des Adlers. Nachbauten von der Lokomotive zeigen, wie der erste Zug in Deutschland aussah.


Trotzdem ist sein Erfolg unvergessen. Dafür sorgt heute auch Google mit seinem Doodle.

6. Eigentlich hieß der Adler gar nicht so

Übrigens hatte weder der Adler noch sein Schwesternzug Pfeil einen Namensschriftzug. Sie hatten nur Symbole auf dem Rumpf. Woher kommt also der Name Adler? Die Informationsseite zur Stadt Nürnberg hat eine Vermutung: Denn demnach stand in der in der Einladung zur Gründung der Ludwigseisenbahn-Gesellschaft: "Entfernungen werden durch dieses, dem Fluge der Vögel nachstrebende Verbindungs- und Transportmittel immer kleiner."

Man vermute, dass dieser Satz das Direktorium dazu veranlasst haben könnte, die Dampflok nach einem Greifvogel zu benennen. Und auch Pfeil, wie der Schwesternzug des Adlers hieß, könnte sich auf die für damals ungewohnte Geschwindigkeit zurückführen lassen.

Passend zum Thema Reisen: DB Fahrplanauskunft: Reiseplanung mit der Deutschen Bahn - so geht's

Auch auf HuffPost:

Das ist der Grund, warum Frauenhosen keine richtigen Taschen haben