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07/12/2016 00:48 CET | Aktualisiert 07/12/2016 03:01 CET

Mindestens 92 Menschen sterben bei Erdbeben in Indonesien

AFP via Getty Images
Ein beschädigtes gebäude in Pidie in Indonesiens Provinz Aceh

  • Bei einem Erdbeben in Indonesien sind mindestens 92 Menschen getötet worden

  • Der Erdstoß ließ Dutzende Häuser einstürzen

Die Zahl der Todesopfer bei dem heftigen Erdbeben in Indonesien steigt rasant: Es seien mindestens 92 Menschen umgekommen, berichtete das Militär am Mittwoch. Hunderte seien verletzt worden, mindestens 26 schwer, berichtete der Chef der Behörde für Katastrophenschutz in der betroffenen Region.

Die Zahl der Toten wurde damit deutlich nach oben korrigiert. Die Behörden fürchten, dass noch Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sind.

Der Erdstoß der Stärke 6,4 ließ in der Region Pidie Jaya auf der Insel Sumatra nach Angaben des Zivilschutzes dutzende Häuser einstürzen. Vor den Krankenhäusern des Bezirks leisteten Ärzte auf der Straße erste Hilfe, wie der stellvertretende Distriktchef Said Muyadi berichtete. Die Menschen hätten Angst vor Nachbeben und trauten sich deshalb nicht in Gebäude.

Eine Tsunami-Warnung gab es nicht. Der Erdbebenherd lag aber nach Angaben der US-Erdbebewarte USGS nur acht Kilometer unter der Erdoberfläche. Bei solchen Beben sind die Schäden oft erheblich. Die USGS schätzte die Stärke auf 6,5.

In Aceh gab es bei dem gewaltigen Erdbeben und Tsunami Weihnachten 2004 verheerende Zerstörungen. Damals kamen rund um den Indischen Ozean 230 000 Menschen um, allein 180 000 davon auf Sumatra. Das Epizentrum des damaligen Bebens der Stärke 9,1 lag aber vor der Westküste Sumatras. Das Epizentrum des neue Bebens lag dagegen östlich der Küstenstadt Banda Aceh.

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