GOOD
05/12/2016 11:22 CET | Aktualisiert 13/12/2016 06:58 CET

Vier junge Griechen haben einen mobilen Waschsalon für Obdachlose ins Leben gerufen

Vier junge Griechen haben den mobilen Waschsalon Ithaca Laundry für Obdachlose ins Leben gerufen
Facebook/Ithaca Laundry
Vier junge Griechen haben den mobilen Waschsalon Ithaca Laundry für Obdachlose ins Leben gerufen

Nach mehr als sechs Jahren Krise wird die Situation für viele Griechen immer dramatischer: Viele haben keinen Zugang mehr zu medizinischer Versorgung, ganze Großfamilien leben von der Rente der Großeltern, Millionen leben in bitterer Armut.

Fatal ist: Die Situation in Griechenland macht kaum noch Schlagzeilen – dabei wird die Notlage viele Menschen noch ihr Leben lang begleiten.

Wer gepflegt aussieht, erhält ein Stück Selbstbewusstsein zurück

Das wissen auch die Macher des mobilen Waschsalons Ithaca Laundry. Die vier jungen Männer wollen Obdachlosen in Athen dabei helfen, ihre Kleidung zu waschen. Der Hintergedanke dabei: Wer ein gepflegtes Erscheinungsbild abgibt, erhält auch ein Stück seiner Motivation zurück.

Mehr zum Thema: Wie ein Deutsch-Grieche das größte Problem der Athener lösen will

"Wenn man keinen geschützten Platz zum Schlafen mehr hat, sich nur bei Massenspeisungen verpflegen kann und zwangsläufig die Individualhygiene vernachlässigt, geht auch das Selbstbewusstsein in den Keller", zitiert das Online-Portal "Enorm" die Gründer der Wäscherei für Obdachlose.

Sie finden, man müsse diesen Leuten eine Chance für mehr soziale Akzeptanz geben, zu der saubere Kleidung und ein entsprechendes Erscheinungsbild entscheidend beitrage.

In Athen leben Tausende Menschen ohne festen Wohnsitz

Die Bedeutung des Projekts ist jedenfalls enorm: Laut Zahlen aus dem vergangenen Jahr gibt es in Griechenlands Hauptstadt rund 18.000 Menschen, die keinen festen Wohnsitz oder nur eine provisorische Unterkunftsmöglichkeit haben. Und in den Notunterkünften gebe es für die Obdachlosen kaum Möglichkeiten, sich um das äußere Erscheinungsbild zu kümmern, berichten die Macher.

Um den Obdachlosen zu helfen, opfern die vier jungen Griechen einen großen Teil ihrer Freizeit. "Bis jetzt stellen wir uns zwei Mal wöchentlich jeweils für bis zu fünf Waschmaschinenladungen à maximal sieben Kilogramm auf. Das dauert je zwei Stunden, nach denen die Kleidung wieder getragen werden kann", sagen sie "Enorm".

Mehrere ehrenamtliche Mitarbeiter helfen ihnen, Ende 2015 haben sie einen Kleintransporter angeschafft, um die schweren Waschmaschinen zu transportieren, erzählen sie.

"Zu unseren mittelfristigen Zielen gehört, dass ehemalige Obdachlose auf diese Weise wieder in Lohn und Brot kommen", sagen die Waschsalon-Gründer trocken. Man kann nur hoffen, dass ihr Vorhaben gelingt.

Lerne mehr über Nachhaltigkeit auf Electrify the World - a Nissan Mobility Initiative.

Auch auf HuffPost:

Psychologin erklärt, warum wir gute Nachrichten brauchen

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. zum Beispiel setzt sich mit einem Projekt in Kenia für den Schutz und die Aufzucht von Elefantenbabys ein.

Denn noch immer werden ausgewachsene Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne gejagt und getötet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere, die auf sich allein gestellt sind und nicht überleben würden.

Die Elefantenbabys benötigen teure tierärztliche Versorgung und Verpflegung über mehrere Jahre, um schließlich wieder in die Wildnis entlassen werden zu können. Nach ihrem Aufenthalt im Waisenhaus sind die ausgewachsenen Tiere in der Lage, sich in bestehende Elefantenherden zu integrieren.

Unterstütze jetzt die Aktionsgemeinschaft Artenschutz bei ihrer Arbeit im Waisenhaus für Elefantenbabys auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(mf)