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05/12/2016 17:52 CET | Aktualisiert 05/12/2016 18:01 CET

Merkel äußerst sich zu Mordfall Maria L. in den "Tagesthemen": "Es bleibt ein tragisches Ereignis"

Bundeskanzlerin Angela Merkel
ASSOCIATED PRESS
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Kanzlerin Angela Merkel äußerte sich bei den "Tagesthemen" zum Mordfall Maria L.. "Bleiben wir noch mal ganz kurz bei der Flüchtlingskrise...." - so läutet "Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni im Interview mit Merkel seine letzte Frage ein, jene zur ermordeten Studentin.

Merkel antwortete, dass sie den "schrecklich" finde und in Gedanken bei den Eltern und Angehörigen sei. "Sollte es sich herausstellen, dass es ein afghanischer Flüchtling war, dann ist das absolut zu verurteilen, genauso wie bei jedem anderen Mörder, aber auch ganz deutlich zu benennen." Sie ergänzte, "dass damit aber nicht die Ablehnung einer ganzen Gruppe verbunden sein kann". Auch sonst solle man nicht auf eine ganze Gruppe schließen.

Mehr zum Thema: Die vier wichtigsten Fragen im Fall Maria L.

Bis dahin eine bereits ähnliche Aussage der Kanzlerin zum Fall. Doch Merkel weiter: "Es bleibt ein tragisches Ereignis", dass nun aufgeklärt werden müsse - und über das man sprechen müsse.

Eben auch bei in den "Tagesthemen". In den Spätnachrichten wollte sich die ARD-Aktuell-Redaktion nun doch - nachdem der Mordfall zunächst nicht bei der "Tagesschau" thematisiert wurde - über den Mordfall berichten.

Nach ARD-Aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke nahm nun auch Zamperoni noch einmal Stellung: "Weder als der Mord begangen wurde, noch als der Täter gefasst wurde, haben wir berichtet. Das wird uns seitdem von manchen Zuschauern vorgeworfen."

Wie bereits Gniffke am Montagnachmittag eingestand ("Aus dem Einzelfall sei mittlerweile eine große Relevanz entstanden."), habe der Fall nun eine "politische Dimension" bekommen. Opfer und Täter würden seitdem "instrumentalisiert". Es folgt: Ein Bericht aus Freiburg.