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05/12/2016 14:14 CET | Aktualisiert 06/12/2016 04:28 CET

Frankreichs Ministerpräsident Valls tritt zurück - und will nun Präsident werden

Manuel Valls während seiner Rede in Évry
BERTRAND GUAY via Getty Images
Manuel Valls während seiner Rede in Évry

  • Dass Manuel Valls in den Élysée will, war ein offenes Geheimnis - nun macht er den Schritt offiziell

  • Präsident François Hollande muss sich für die letzten Monate seiner Amtszeit einen neuen Regierungschef suchen

Frankreichs Premierminister Manuel Valls tritt zurück, um für die Präsidentschaftswahl zu kandidieren. Der 54-Jährige kündigte seine Kandidatur am Montagabend an und erklärte, sein Amt bereits am Dienstag niederzulegen. Damit muss Präsident François Hollande für die letzten Monate seiner Amtszeit einen neuen Regierungschef einsetzen. Wer den Job übernimmt, ist noch unklar.

Frankreichs Sozialisten und mehrere kleine Parteien bestimmen ihren gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten bei einer Vorwahl im Januar. Valls Kandidatur galt als sicher, nachdem Staatschef Hollande am Donnerstag seinen Verzicht auf seine Bewerbung um eine zweite Amtszeit erklärt hatte.

"Meine Kandidatur ist die der Versöhnung"

Valls warb in seiner Rede um Unterstützung im linken Lager: "Meine Kandidatur ist die der Versöhnung", sagte er im Rathaus von Évry südlich von Paris, wo er bis 2012 Bürgermeister war. Hollande hatte Valls 2012 zum Innenminister gemacht, zwei Jahre später rückte er als Premierminister an die Spitze der Regierung.

Viereinhalb Monate vor der Präsidentenwahl gelten der konservative Kandidat François Fillon und die Rechtspopulistin Marine Le Pen in Umfragen als Favoriten. Die Franzosen wählen ihren künftigen Staatschef dann in voraussichtlich zwei Wahlgängen am 23. April und 7. Mai.

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