LIFE
04/12/2016 09:00 CET

Reiches Paar macht sich über arme Mutter im Supermarkt lustig - und bekommt sofort die Quittung

Reiches Paar macht sich über arme Mutter im Supermarkt lustig.
Getty Images
Reiches Paar macht sich über arme Mutter im Supermarkt lustig.

Jeder ist genervt, wenn die Menschen vor einem an der Supermarktkasse wieder ewig brauchen. Aber die Geschichte, die die Mutter Lindsay Rae aus den USA auf Facebook erzählte, beweist, dass man andere Menschen nicht so schnell verurteilen sollte.

Sie schreibt in einem Facebook-Post, der auf unglaublich viel Zustimmung stieß und mehr als 260.000 Mal geteilt wurde:

"Letzte Nacht stand ich eingequetscht in der Warteschlange vor der Supermarktkasse - wie jeder weiß, ist das keine Seltenheit. Die Frau vor mir rang mit ihren fünf Kindern (was mir auch nicht seltsam vorkam), die unterschiedliche Hautfarben hatten. Was mir aber gar nicht auffiel, bis ich darauf hingewiesen wurde. Ja, ich wurde darauf hingewiesen.

Während ich mit meinem weinerlichen Kleinkind beschäftigt war, begannen die Leute hinter mir, laut Sachen zu sagen wie:

"Was meinst du, von wie vielen Männern sind die Kinder?" Sie kann die Kinder nicht einmal wetterfest anziehen. Warte nur, bis sie die Lebensmittelkarten herausholt.

"Da gehen also unsere Steuergelder hin"

Ich beruhigte meine 3-Jährige und blickte ungläubig auf das normal gut gekleidete Paar hinter mir, das solchen, nun ja, Scheiß von sich gab. Dann sah ich, dass die Frau mit großer Mühe verschiedene Kleidungsstücke, Mäntel, Schuhe, Socken, Unterwäsche und Essen auf das Band legte.

Und da waren die fünf Kinder, zwei davon trugen warme Jacken und dasselbe blonde Haar wie die Frau - die drei anderen hatten schwarze Haare und traurige braune Augen, sie trugen nur FlipFlops und kurze Hosen. Und es stimmte, sie hatte wirklich Probleme mit den Lebensmittelkarten. Sie wusste nicht, welchen Knopf sie für die Transaktion drücken musste. Die beiden hinter mir stöhnten: "Da gehen also unsere Steuergelder hin."

Ich gab ihnen meinen besten Todesblick - und der war ziemlich gut, wenn man bedenkt, dass ich eine Mutter von neun Kindern bin. Ich ging zu ihr und fragte freundlich: "Kann ich helfen?" "Das ist so verwirrend", antwortete sie. Ich fragte nochmal leise: "Pflege - oder Adoptivkinder? Ich habe neun Kinder, zwei davon habe ich selbst zur Welt gebracht - ich verstehe dich, lass mich dir helfen."

Sie lächelte erleichtert. "Ich bin eine neue Pflegemutter. Ich benutze das zum ersten Mal, sie kamen vor drei Tagen und werden eine Weile bei uns bleiben. Sie haben uns Essen gegeben, aber die Kinder brauchen auch Kleidung und sie haben uns noch kein Geld dafür gegeben."

Ich lächelte die Kinder an und sagte: "Ich bin froh, dass ihr einander habt." Ich zeigte ihr, wie sie die Karte benutzen muss und die Vollidioten hinter uns schnaubten. Sie gab jedem Kind einen Mantel, füllte ihren Einkaufswagen und als sie ging, gab ich eine kleine Umarmung und sagte: "Du schaffst das."

"Es gibt nicht genug Menschen wie sie auf dieser Welt"

Nachdem sie außer Hörweite waren, drehte ich mich mit Tränen in den Augen zum dem gut gekleideten Paar um: "Diese Kinder? Sie können gerade nicht mehr bei ihren Eltern leben. Die Kleidung? Ist wahrscheinlich das Einzige, was sie besitzen oder mitnehmen konnten. Diese Frau? Hat diesen Kindern ein Zuhause gegeben, weil sie Sicherheit brauchen und ihre Eltern ihnen das nicht mehr geben konnten. Die Lebensmittelkarten? Damit hilft die Behörde einer Mutter, die schon zwei Kinder hat, dass sie drei weitere Mäuler stopfen kann. Es gibt nicht genug Menschen wie sie auf dieser Welt."

Ich legte meine Sachen auf das Band, drehte mich nochmal zu ihnen um und rief: "Und auch wenn alle diese Kinder ihre Kinder gewesen wären, wenn es ein Dutzend Väter gäbe und sie Lebensmittelkarten bräuchte...kein Kind in diesem Land verdient es, zu frieren oder hungrig zu sein. Ihr Verhalten ist erbärmlich, wirklich erbärmlich." Das Paar trat schweigend aus der Schlange und ging zu einer anderen Kasse. Das Mädchen an der Kasse lächelte und zwinkerte: "Was du gesagt hast, war wirklich gut."

Ihr Pflegemütter da draußen: Bleibt stark, ihr seid der Fels in der Brandung für all die Kinder, wenn sie euch am meisten brauchen. Hut ab und alles Liebe."

Auch auf HuffPost:

Überwachungskamera: Die Kassiererin sah, dass etwas mit der Mutter und ihrem Baby nicht stimmte - und reagierte sofort

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

(ca)