POLITIK
04/12/2016 10:01 CET | Aktualisiert 04/12/2016 13:21 CET

Bleistift-Eklat in italienischen Wahllokalen? Rechtspopulisten wittern Manipulation

Aufregung in italienischen Wahllokalen: Rechtspopulisten wittern Mainipulation
Alessandro Garofalo / Reuters
Aufregung in italienischen Wahllokalen: Rechtspopulisten wittern Mainipulation

  • Beim Referendum über eine Verfassungsreform in Italien beklagten sich manche Wähler, die ausliegenden Bleistifte in den Wahllokalen ließen sich ausradieren

  • Rechtspopulisten witterten darin eine Manipulation des Referendums

  • Das Innenministerium trat den Berichten entgegen

Das italienische Verfassungsreferendum entscheidet am Sonntag über die politische Zukunft der PD-Regierung Matteo Renzis.

Bejahen die Italiener die angestrebten konstitutionellen Reformen, wäre das ein großer politischer Erfolg für den Ministerpräsidenten, verneinen sie sie, könnte das das Ende der Ära Renzi bedeuten.

Viel steht also auf dem Spiel. Jetzt sorgt eine angebliche Panne in Wahllokalen für mächtig Wirbel.

"Verrückt!!! Es kommen die ersten Meldungen rein, dass die Wahlstifte mit einem einfachen Radiergummi zu löschen sind", schrieb der Chef der rechtspopulistischen Lega Nord, Matteo Salvini, auf Facebook. Wahlmanipulation?

Andere nehmen es mit Humor

Die Lega Nord wirbt, wie andere rechte Kräfte, für eine Ablehnung der von Renzi geforderten Reformen.

Bei Twitter beschwerten sich viele Wähler über ähnliche Erfahrungen. Andere teilten die Aufregung nicht – dieser Nutzer kommentierte flapsig: "Verrückt, Matteo Salvini und einige andere haben das Phänomen entdeckt, dass Bleistifte wegradiert werden können."

Innenministerium widerspricht

Die italienische Regierung ist den Berichten entgegengetreten. Das Innenministerium teilte am Nachmittag mit, in diesem Jahr 130.000 nicht radierbare Stifte gekauft und davon 80.000 an die Präfekturen in den italienischen Provinzen für das Referendum verteilt zu haben.

Mehr zum Thema: Die italienische Regierung will das Land wieder regierbar machen - und könnte damit für das Gegenteil sorgen

Der italienische Lieferant beziehe die Stifte von einem namhaften deutschen Hersteller. Allerdings könnten die Präfekturen auch Stifte ausgeben, die sie noch aus früheren Jahren in ihren Lagern hätten.

Mit Material der dpa

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