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04/12/2016 14:10 CET | Aktualisiert 04/12/2016 15:44 CET

Hofer erklärt im ORF-Interview: "Darum habe ich die Wahl verloren"

Norbert Hofer (FPÖ) erklärt, warum er aus seiner Sicht die Wahl verloren hat
Heinz-Peter Bader / Reuters
Norbert Hofer (FPÖ) erklärt, warum er aus seiner Sicht die Wahl verloren hat

Nach der Wahlniederlage hat der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer gegenüber dem österreichischen Fernsehsender ORF erklärt, warum er aus seiner Sicht die Präsidentschaftswahl verloren hat.

"Ausschlaggebend war vielleicht die Wahlempfehlung Mitterlehners", sagte Hofer.

ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner hatte vor zwei Wochen erklärt, er halte Van der Bellen für die bessere Wahl. Auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte zuvor gesagt, dass diese Empfehlung mitentscheidend gewesen sei.

Vor allem im ländlichen Raum habe sie seinem Gegner viele Wählerstimmen beschert, glaubt Hofer.

Hofer wird 2018 hinter Strache antreten

Hofer betonte im Interview mit dem ORF mehrmals, dass der Wähler immer recht habe. "Ich bin nicht böse“, sagte er und gratulierte seinem Konkurrenten Alexander Van der Bellen zu dessen Sieg.

Mehr zum Thema: Blitzanalyse: Warum die Freude über den Sieg von Alexander Van der Bellen verfrüht ist

Hofer kündigt an, bei der nächsten Nationalratswahl als Kandidat "hinter" Strache anzutreten. Medien hatten in der Vergangenheit spekuliert, ob Hofer seinem Partei-Obmann die Spitzenkandidatur bei der Parlamentswahl 2018 streitig machen könnte.

Der Präsidentschaftswahlkampf hat Hofers Bekanntheit und seine Beliebtheit bei den FPÖ-Wählern stark gesteigert - damit könnte er zur Konkurrenz für Strache werden.

Hofer geht außerdem davon aus, dass die aktuelle Koalitionsregierung von sozialdemokratischer SPÖ und konservativer ÖVP nicht mehr lange halten wird.

Mehr zum Thema: Alle aktuellen Infos zur Wahl in Österreich in unserem Live-Blog

Bei der Präsidentschaftswahl 2022 möchte er wieder antreten

Er sicherte zudem zu, dass er für die nächste Präsidentschaftswahl im Jahr 2022 wieder antreten möchte. "Es wird wieder Präsidentenwahlen geben, und da werde ich wieder antreten. Ich bin meinen Wählern verpflichte", sagte der 45-Jährige am Sonntagabend im ORF.

Die Amtszeit des designierten Präsidenten Alexander Van der Bellen endet 2022.

Mit Material der dpa

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(lp/ben)