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03/12/2016 04:41 CET | Aktualisiert 03/12/2016 07:00 CET

Stephen Hawking warnt: "Sind am gefährlichsten Punkt in der Entwicklung der Menschheit"

  • Der Physiker Stephen Hawking mahnt, dass die Menschheit an einem gefährlichen Punkt steht

  • Im Video oben nennt er seine Bedingung für das Überleben der Menschheit

  • Er fordert angesichts der Herausforderungen dieser Welt deutlich mehr Zusammenarbeit der Menschen

  • Hawking, fordert dass die Eliten dieser Welt aus den Wahlen dieses Jahres lernen

Nach der Brexit-Abstimmung in Großbritannien und der Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten, richtet sich nun der Physiker Stephen Hawking mit einer Botschaft an die Öffentlichkeit.

"Wir befinden uns am gefährlichsten Punkt in der Entwicklung der Menschheit“, schreibt Hawking in einem Beitrag für die britische Zeitung "The Guardian“ und verdeutlicht: "Wir haben zurzeit die Technologie, den Planeten, auf dem wir leben, zu zerstören, wir haben aber noch nicht die Fähigkeit, von ihm zu entkommen."

"Wir leben in einer Welt, in der die finanzielle Ungleichheit weiter wächst, in der viele Menschen nicht nur merken, dass ihr Lebensstandard verschwindet, sondern sogar die Möglichkeit überhaupt genug zum Leben zu verdienen", führt Hawking weiter aus.

Hawking: Wir müssen zusammenarbeiten

Angesichts der zusätzlichen gewaltigen Herausforderungen in Bezug auf den Klimawandel und die Umwelt fordert Hawking deshalb: "Unsere Spezies muss jetzt, mehr als jemals zuvor in unserer Geschichte, zusammenarbeiten."

Nach dem Ausgang der Brexit-Abstimmung und der US-Wahl stellt Hawking dabei auch die Frage, wie eine solche Zusammenarbeit gemeistert werden kann.

Wie viele Kommentatoren sieht auch Hawking in den Wahlergebnissen, dass sich ein großer Teil der Menschen wütend von Experten und der bislang führenden Elite abwendet und ihre Ratschläge zurückweist.

Und der Physiker betont, dass er die Sorgen der Menschen angesichts der Folgen von Globalisierung und des immer schneller werdenden technologischen Wandels verstehen kann.

Hawking: Was ist nun die Aufgabe der Eliten?

Auch er befürchtet, dass der technologische Fortschritt noch vielen weiteren Menschen den Job kosten wird und die soziale Ungleichheit vergrößert. "Es ist kein Wunder, dass sie nach einem 'New Deal' suchen", so Hawking.

Hawking stellt deshalb eine entscheidende Frage: Wenn die vergangenen Wahlen ein Aufschrei waren, der sich gegen die Eliten richtet, weil ein großer Teil der Bevölkerung das Gefühl hat, von den Menschen, die sie führen sollten, im Stich gelassen worden zu sein, was soll diese Elite dann jetzt tun?

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"Sollten wir diese Wähler als Ergüsse eines vulgären Populismus zurückweisen, der nicht in der Lage ist, Fakten zu berücksichtigen und sollten wir versuchen ihre Entscheidungen zu umgehen und einzuschränken? Ich behaupte, dass dies ein schrecklicher Fehler wäre," schreibt Hawking im "Guardian".

Hawking: "Wir können das schaffen"

Stattdessen sollten die Anführer dieser Welt eingestehen, dass sie versagt und viele im Stich gelassen haben.

"Mit Ressourcen, die immer mehr in den Händen von nur wenigen landen, müssen wir lernen weitaus mehr zu teilen, als wir es im Moment tun", so Hawking, "wir müssen den Menschen helfen, sich für die neue Welt auszubilden und wir müssen sie finanziell dabei unterstützen.“

Hawking glaubt: "Wir können das schaffen", betont aber: "Dazu müssen die Eliten von London bis nach Harvard, von Cambridge bis nach Hollywood die Lektion dieses Jahres lernen."

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