LIFE
03/12/2016 05:02 CET | Aktualisiert 21/03/2017 15:21 CET

Muslim trifft Trumps Sohn im Flugzeug - was folgt, wird Trump-Wählern nicht gefallen

  • Eine Zusammenfassung seht ihr im Video oben

Für Mohammed Amer ging ein Wunsch in Erfüllung: Der muslimische Komiker erhielt bei seinem Flug von New York nach Glasgow ein Upgrade in die erste Klasse - und ergatterte so einen Sitzplatz neben Trumps Sohn Eric.

"Wollt ihr mich verarschen?" dachte sich Amer, als er in seinem Sitznachbarn den Sohn des designierten Präsidenten der USA erkannte. So konnte er endlich ein Gespräch mit einem Mitglied der Trump-Familie führen - und perfektes Material für sein Bühnenprogramm generieren.

Auf Facebook postete Amer ein Selfie mit Eric Trump. Darunter schrieb er:

„Hey Leute, bin gerade auf dem Weg nach Schottland, um die U.K. Tour zu starten. Ich wurde „zufällig“ ausgewählt, neben keinem anderem als Eric Trump zu sitzen. Gute Neuigkeiten Leute, Muslime müssen sich nicht registrieren lassen und sich Ausweise besorgen. Das wurde mir gesagt. Ich werde ihm eine Menge Fragen stellen auf diesem Flug nach Glasgow, Schottland. Manchmal schenkt dir Gott einfach das Material.“

Amer kam als Flüchtling mit palästinensischen Wurzeln in die USA und feiert jetzt Erfolge als Comedian. In seiner Show spricht er oft darüber, wie es ist, als Muslim in den USA zu leben - und er kritisierte dabei auch offen Trumps Wahlkampfstil und seinen Plan, ein Register für in den USA lebende Muslime einzuführen.

"Ich werde diese Scheiße nicht mit mir machen lassen"

In einem Gespräch mit der Huffington Post USA erzählte Amer von seiner Begegnung mit Trump: "Du weißt nicht, wie fantastisch das für mich ist, dich zu treffen", begann Amer laut eigenen Worten die Konversation mit Eric Trump.

Aber er hatte auch eine wichtige Botschaft an den jungen Mann: "Ich werde diese Scheiße nicht mit mir machen lassen. Ich werde mich nicht in ein Register für Muslime eintragen. Scheiß drauf", sagte Amer zu Trump.

Doch zu seiner Überraschung beruhigte ihn Trumps Sohn: "Er sagte, 'Ach komm schon, meinst du wirklich, wir machen das? Wir werden so etwas niemals tun.'"

"Für die Trumps ist alles nur ein Spiel"

Amer sagte der Huffington Post, dass er den Eindruck habe, dass der Wahlkampf und die Präsidentschaft "nur ein Spiel" für die Trumps sei: "Ich denke nicht dass sie bereuen, was sie getan haben, um die Wahl zu gewinnen."

Er glaubt auch nicht, dass Trump etwas aus der Konversation mit ihm mitnehmen werde. Aber immerhin eines stimmt Amer positiv: "Wir hatten eine normale, ruhige Unterhaltung. Ich denke, das beweist, dass wir miteinander reden können und das ist das Wichtigste."

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