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03/12/2016 09:05 CET | Aktualisiert 03/12/2016 09:30 CET

Reichsbürger in der "Heute-Show": "Merkel ist von der Stasi ausgebildet"

screenshot/zdf
"Heute-Show"-Außenreporter Carsten van Rissen interviewte den "Reichsbürger" Norbert Schittke.

Was hat Adolf Hitler mit Außerirdischen und dem Dalai Lama zu tun? Und in welcher familiären Beziehung stehen eigentlich Altkanzler Helmut Kohl und Kanzlerin Angela Merkel?

Der überzeugte "Reichsbürger" Norbert Schittke hat seine ganz eigenen Theorien zu diesen Fragen - und er scheut sich nicht, sie vor der Kamera zu erklären.

Während die deutschen Behörden noch damit beschäftigt sind, zu verstehen, welche Gefahr von der "Reichsbürger"-Bewegung ausgeht, nahm sich die ZDF-"Heute-Show" das Phänomen nun nämlich auf ihre eigene Art vor: Mit Humor.

In der jüngsten Sendung interviewte der "Heute Show"-Außenreporter Carsten van Rissen Schittke, der sich selbst als "Reichskanzler der Exil-Regierung" des Deutschen Reiches ansieht, in seinem Wohnzimmer. Und es dauerte nicht lange, bis Schittke das Gespräch in äußerst abstruse Theorien vertiefte.

Schittke schimpft auf Merkel los

Zunächst aber polterte er gewaltig gegen Angela Merkel. "Frau Merkel ist kein Doktor, sie ist gar nichts, sie ist nur von der Stasi ausgebildet, wie man Leute quält, wie man Kinder entführt, wie man Leute tötet und und und."

Dann behauptete Schittke, Merkel sei die Tochter von Helmut Kohl. Schließlich habe er sie in seinen Reden immer wieder "mein Mädel“ genannt.

Der selbsternannte Reichskanzler zeigt dem "Heute Show"-Reporter zwischendurch seinen Säbel und präsentiert sich sogar stolz in Uniform. Sogar das Nummernschild seines Autos ist entsprechend seiner Reichsbürger-Überzeugung präpariert und trägt die Aufschrift "Deutsches Reich".

Anhänger der Reichsbürger-Bewegung erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie behaupten, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort und sprechen Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab.

Schittke zeigt in dem Interview allerdings, dass er noch weitaus mehr abstruse Theorien vertritt.

Kriegszustand mit 64 Ländern

Seine irre Theorie: Die Deutschen seien zurzeit mit 64 Ländern im Kriegszustand. Das besage eine Feindstaatenklausel. Die 64 Länder seien von Amerika verführt worden. Spanien? Feindesland! Italien? Feindesland!, "Sie können auch auf Honolulu fahren, da sind sie immer im Feindesland“, so Schittke.

Der überzeugte Reichsbürger erklärt dann schließlich noch, dass die Aldebaraner, Außerirdische vom "Sternbild Aldebaran" immer wieder mal als Diplomaten und entsprechend mit Diplomatenpässen auf die Erde kommen.

Schittke erscheint überrascht zu sein, dass van Rissen noch nichts von dem "Sternbild Aldebaran" weiß und erklärt: "Da müssten Sie auch wirklich mal in den Himmel gucken oder ins Internet."

Hitler und die Außerirdischen

Die Aldebaraner würden sich immer mit den stärksten Ländern der Erde zusammentun. "Damals zufällig mit Adolf Hitler", so Schittke.

Die Außerirdischen hätten Hitler dann auch mit auf ihren Planeten genommen. Schittke zeigt zum Beweis sogar eine Plakette mit Reichsadler, die auf dem Raumschiff angebracht gewesen sei.

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Er selbst habe "selbstverständlich" auch schon mit den Aldebaranern Kaffe getrunken.

Die Völker im Mittelpunkt der Erde

Schließlich erklärt Schittke dann noch, dass mehrere Völker im Mittelpunkt der Erde leben und dass deshalb auch der Dalai Lama mit Hitler befreundet gewesen sei.

Auch wenn die Aussagen Schittkes immer wieder für Lacher im Publikum sorgen, schwingt doch noch etwas in dem Gespräch mit, das eigentlich gar nicht komisch ist: Und das ist der Ernst, mit dem Schittke sich in seine Theorien vertieft.

"Ich bin doch kein Phantast", sagt er zum Schluss.

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