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03/12/2016 13:44 CET

Nach Abstimmungs-Niederlage: Volker Beck wird dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören

Der Grünen-Politiker Volker Beck wird nicht mehr in den nächsten Bundestag angehören.
Roland Weihrauch/dpa
Der Grünen-Politiker Volker Beck wird nicht mehr in den nächsten Bundestag angehören.

Der Grünen-Politiker Volker Beck wird dem Bundestag nach der Parlamentswahl 2017 wohl nicht mehr angehören.

Obwohl er um Vertrauen in seiner Partei warb, wurde er bei einem Parteitag der nordrhein-westfälischen Grünen nicht für die Kandidatenliste für die Bundestagswahl nominiert.

Der 55-jährige Bundestagsabgeordnete verlor am Freitagabend in einer Kampfkandidatur um einen der letzten aussichtsreichen Plätze. Auf Platz 12 der NRW-Kandidatenliste für die Bundestagswahl wurde mit rund 70 Prozent der gültigen Stimmen der agrarpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, gewählt.

Beck unterlag mit nur 66 gegen 188 Stimmen. Für einen weiteren Listenplatz soll er übereinstimmenden Medienberichten zufolge nicht mehr angetreten sein.

Eine Abstrafung für die Skandale?

Zuletzt sorgte der Kölner im vergangenen Frühjahr für Negativ-Schlagzeilen als die Berliner Polizei Drogen bei ihm fand. Das Verfahren wurde wegen geringer Schuld gegen eine Zahlung von 7000 Euro beendet.

Innenpolitischer Sprecher der Fraktion ist Beck seitdem aber nicht mehr. Außerdem eckte er mit früheren Positionen zur Entkriminalisierung der Pädosexualität an, von denen er sich später allerdings distanziert hatte.

Beck gehört zum linken Flügel der Grünen und sitzt bereits seit 1994 im Bundestag. Er ist religions- und migrationspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Vor den rund 300 Parteitagsdelegierten hatte Beck zuvor ausdrücklich um Vertrauen geworben mit, wie er sagte, "meiner Hartnäckigkeit und Ungeduld und auch mit meinen Fehlern."