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22/04/2016 14:29 CEST | Aktualisiert 22/04/2016 14:42 CEST

"Das war ein Fehler": Diesen einen Satz bereut Merkel in der Böhmermann-Affäre

dpa

  • Merkel bereit einen Satz, den sie im Zusammenhang mit der Böhmermann-Affäre gesagt hat

  • Es sei ein Fehler gewesen, das Gedicht als "bewusst verletztend" zu bezeichnen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen Fehler im Umgang mit der Affäre um das umstrittene Gedicht des Satirikers Jan Böhmermann über Erdogan eingeräumt.

Es sei nicht richtig gewesen, dass sie "Schmähkritik" von ZDF-Moderator Jan Böhmermann am 4. April "bewusst verletzend" genannt hatte, sagte sie am Freitag in Berlin. Wenn sie sich über etwas ärgere, dann über diese Äußerung Anfang April. "Das war im Rückblick betrachtet ein Fehler", sagte die Kanzlerin.

Ihre Äußerung habe dazu geführt, dass man denke, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sei nicht mehr wichtig. Das sei nicht so. Diese Werte lägen ihr im Gegenteil sehr am Herzen.

Deutsche Gerichte sollen sich nun der Affäre annehmen

Die Erteilung der Ermächtigung im Fall Böhmermann halte sie "nach wie vor für richtig", weil deutsche Gerichte sich nun dieser Frage annehmen könnten.

Der Satiriker hatte mit seinem Gedicht über den türkischen Staatschef für einen Riesenwirbel und einen diplomatischen Eklat zwischen der deutschen Regierung und Erdogan gesorgt.

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