POLITIK
22/04/2016 04:41 CEST | Aktualisiert 22/04/2016 05:48 CEST

Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen glauben nicht, dass die GroKo Altersarmut verhindern kann

German Chancellor Angela Merkel frowns during a news conference at the Chancellery in Berlin, Germany, April 14, 2016.   REUTERS/Fabrizio Bensch
Fabrizio Bensch / Reuters
German Chancellor Angela Merkel frowns during a news conference at the Chancellery in Berlin, Germany, April 14, 2016. REUTERS/Fabrizio Bensch

Die Mehrheit der Bürger, die noch nicht Rentner oder Pensionäre sind, fühlt sich laut ARD-Deutschlandtrend nicht genügend für das Alter abgesichert. 57 Prozent der 1011 Befragten äußerten sich in der Infratest-dimap-Erhebung entsprechend. 39 Prozent gehen davon aus, dass ihre Absicherung für das Rentenalter ausreicht.

Über zwei Drittel der Deutschen glauben nicht, dass die GroKo das Problem der Altersarmut lösen kann

Je jünger die Menschen sind, desto größer ist dabei die Furcht vor Altersarmut. Bei den 18- bis 34-Jährigen sehen sich 62 Prozent als nicht ausreichend abgesichert, bei den 35- bis 49-Jährigen 58 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen 51 Prozent.

Laut der am Freitag veröffentlichten ARD-Umfrage glauben zwei Drittel (67 Prozent) der Bürger nicht, dass die schwarz-rote Koalition eine mögliche Altersarmut verhindern kann. Lediglich gut ein Viertel (28 Prozent) vertrauen der Regierung bei dem Thema.

Befragt wurden den Angaben zufolge 1011 Menschen in der Zeit vom 18. bis zum 20. April.

FDP-Vize fordert mehr "Transparenz"

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki plädiert für mehr Transparenz. Die Menschen müssten einen Überblick über ihre künftigen Rentenansprüche haben, sagte er im ARD-Morgenmagazin. „Deshalb fordern wir, dass es ein Konto geben muss, in dem alle Daten zusammengeführt werden und jeder jedes Jahr sehen kann, was er machen muss. Ob seine gesetzliche Rente ausreicht für die Altersvorsorge.“

Den Bürgern müsse die Sorge vor einer mangelnden Rente genommen werden. Die private Vorsorge dürfe nur teilweise angerechnet werden. „Es macht keinen Sinn, für das Alter zu sparen, und, wenn man dann nicht ausreichend Rente bekommt, dass das bei der Grundsicherung einfach angerechnet wird.“