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21/04/2016 15:06 CEST | Aktualisiert 22/04/2016 04:28 CEST

Prince ist tot: Der Sänger wurde leblos im Fahrstuhl seines Hauses gefunden

Der amerikanische Pop-Sänger Prince ist im Alter von 57 Jahren überraschend gestorben. Nach Angaben des örtlichen Sheriffs wurde der Sänger am Donnerstagmorgen (Ortszeit) leblos in einem Aufzug auf seinem Anwesen in Minneapolis gefunden. Der Notarzt habe noch versucht, Prince wiederzubeleben - ohne Erfolg. Um 10.07 Uhr sei er dann für tot erklärt worden.

Gesundheitliche Probleme

Eine Sprecherin des Künstlers sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Mit großer Trauer bestätige ich, dass die legendäre Sängerikone Prince Rogers Nelson heute Morgen im Alter von 57 Jahren in seinem Anwesen in Paisley Park gestorben ist. Es gibt bislang noch keine weiteren Informationen über die Todesursache."

Prince hatte in den vergangenen Wochen mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt. Medien berichteten von einer Grippe oder anderen Erkrankung. Prince sei es während eines Fluges in seinem Privatjet vor wenigen Tagen plötzlich so schlecht gegangen, dass das Flugzeug außerplanmäßig landen musste. Prince war deswegen auch im Krankenhaus behandelt worden. Der Sänger hatte zuletzt auch aus gesundheitlichen Gründen zwei Konzerte abgesagt.

Prince war einer der ganz Großen

Der 1958 in Minneapolis geborene Prince gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Geschichte. Mit Songs wie "Purple Rain", "Sign o' The Times", "Kiss" und "When Doves Cry" feierte er in den 80er- und frühen 90er-Jahren Welterfolge.

Die vor Energie berstenden Shows des mit 1,57 Metern kleingewachsenen Prince Roger Nelson - Sohn eines schwarzen Jazz-Musikers und einer weißen Sängerin - sind knallbunte Messen eines exzentrischen Genies.

Doch leider bleibt es nicht so großartig. Und das hat viel mit jener bizarren Sprunghaftigkeit zu tun, die den enorm begabten Künstler zunächst zu größter Kreativität antrieb und später zu wenig karrierefördernden Entscheidungen.

Ärger mit Plattenfirmen

So überwarf sich Prince mit Plattenfirmen, schrieb sich im Ringen um Selbstständigkeit "Slave" (Sklave) auf die Wange und änderte diverse Male seinen Künstlernamen - schrägstes Beispiel: TAFKAP, "The Artist formerly known as Prince".

1993 änderte er seinen Namen sogar in ein unaussprechliches Symbol, um seine künstlerische Unabhängigkeit zu betonen:

prince dead

Für die Filmmusik des Animationsfilms "Happy Feet" gewann der Sänger 2006 einen Golden Globe.

Die Musik-Industrie trauert

"Die Welt hat eine Menge Magie verloren. Ruhe in Frieden", schrieb die Musikerin Katy Perry auf Twitter. "Taub. Fassungslos. Das kann nicht echt sein", schrieb ihr Kollege Justin Timberlake. "Prince kann nicht sterben", twitterte der Rapper Ice-T.

"Ein gewaltiger Verlust für uns alle! Was für ein Genie! Sprachlos", schrieb der Schauspieler Samuel Jackson. Prince sei "brillant und größer als das Leben gewese", twitterte die TV-Moderatorin Ellen DeGeneres. "Was für ein trauriger Tag."

Prince sei einer der begabtesten Talente aller Zeiten gewesen, teilte die Recording Academy mit, die jedes Jahr die Grammys verleiht. "Niemals konformistisch hat er unsere musikalische Landschaft neu definiert und für immer verändert. Prince war ein Original, das so viele beeinflusst hat, und sein Erbe wird für immer fortleben."

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bp