LIFE
21/04/2016 17:23 CEST

Wenn du dich immer müde fühlst, könnte dieser einfache Grund dahinter stecken

Young Redheaded Woman with Freckles is Drinking a Cup of Coffee
Kniel Synnatzschke via Getty Images
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Du fühlst dich immer müde und abgeschlagen, obwohl du eigentlich genug geschlafen hast? Du verstehst nicht, woran das liegen könnte, weil du doch gesund bist und auf dich achtest?

Trotzdem schleppst du dich ausgelaugt von einer Aufgabe zur nächsten und deine Kinder überfordern dich, weil du nicht mehr so schnell reagieren kannst wie früher?

Der Grund könnte eine Schilddrüsenerkrankung sein

Für Müdigkeit gibt es natürlich unzählige Ursachen – Stress, Mangelernährung oder verschiedene Krankheiten können die Auslöser sein. Mediziner machen aber immer häufiger darauf aufmerksam, dass der Grund für ständige Müdigkeit eine Unterfunktion der Schilddrüse sein kann.

Wichtige Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit und verlangsamte Reflexe. Außerdem legen Betroffene oft an Gewicht zu.

Millionen Deutsche sind betroffen – und wissen nichts davon

Nur wissen viele Menschen, die an einer Schilddrüsenerkrankung leiden, nichts davon: Jeder dritte erwachsene Bundesbürger hat krankhafte Veränderungen an der Schilddrüse, wie eine Erhebung der Schilddrüsen-Initiative Papillon zeigt.

Eine der am weitesten verbreiteten Schilddrüsenerkrankungen neben einer krankhaften Vergrößerung der Schilddrüse ist die Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung.

Bei Hashimoto kommt es zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse. Die Krankheit führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion und tritt bei vielen Betroffenen erst im Erwachsenenalter auf – vor allem bei Frauen nach einer hormonellen Umstellung, wie der Pubertät, der Entbindung oder den Wechseljahren.

Vor allem Frauen leiden unter Hashimoto

Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, das sich unter unserem Kehlkopf befindet und hilft, unseren Hormonhaushalt zu regulieren.

Wenn sie entzündet ist, ist sie nicht mehr in der Lage, genügend Hormone zu produzieren. Dadurch verlangsamt sich der Stoffwechsel des Körpers.

Die Folgen sind weitreichend: Die Betroffenen leiden an Müdigkeit, Übergewicht, fahler Haut, Haarausfall und Antriebsschwäche. Bei Frauen kann es auch zu Unfruchtbarkeit kommen. Diese Symptome sind schwer einzuordnen und machen dem Arzt die Diagnose nicht einfach - deshalb bleibt Hashimoto oft unentdeckt.

Dabei lässt sich die Erkrankung mit einem Bluttest und einer Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse relativ einfach nachweisen. Heilbar ist die Autoimmunerkrankung jedoch nicht – dafür ist sie immerhin einfach zu behandeln.

Betroffene bekommen Tabletten mit dem Schilddrüsenhormon Thyroxin verschrieben, die sie regelmäßig einnehmen sollten – und müssen sonst keine Einschränkungen hinnehmen. "Hashimoto ist keine schlimme Erkrankung, man muss sie nur früh genug erkennen", sagte Barbara Schulte, Vorsitzende der Schilddrüsen-Liga der "Welt".

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