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21/04/2016 07:39 CEST | Aktualisiert 21/04/2016 07:41 CEST

Das passiert mit deinem Gehirn, wenn du jeden Tag 30 Gramm Walnüsse isst

Viele von uns essen Nüsse nur mit schlechtem Gewissen, weil sie einen so hohen Fettanteil haben. Dabei sind Nüsse ideal, um unsere Gehirnleistung zu stärken.

Nicht umsonst werden Nussmischungen gerne als sogenanntes Studentenfutter verkauft. Gut für unser Gehirn sind dabei vor allem Walnüsse.

Denn Walnüsse stecken voller gesunder Nährstoffe, die unser Gehirn schützen und fit halten. Denken kostet nämlich viel Energie: Normalerweise verbraucht das Gehirn allein ein Viertel der Kalorien, die unser Körper im Ruhezustand umsetzt.

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Walnüsse sorgen dann für den nötigen Energieschub

Das liegt an ihrem hohen Gehalt an B-Vitaminen. So verbessert beispielsweise Vitamin B6 die Konzentrationsfähigkeit und schützt vor Nervosität und Müdigkeit. Das ebenso in Walnüssen reichlich enthaltene Vitamin E schützt die Gefäße im Gehirn vor Verkalkung.

Darüber hinaus verfügt die Walnuss über einen hohen Anteil an Lecithin. Unser Körper verwendet Lecithin, um es in Acetylcholin umzuwandeln. Acetylcholin ist einer der wichtigsten Neurotransmitter unseres Nervensystems und hat deshalb einen bedeutenden Anteil an der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns.

Dafür sind fünfmal wöchentlich eine Hand voll, also etwa 30 Gramm, ausreichend, sagt Ursel Wahrburg, Ernährungswissenschaftlerin an der Fachhochschule Münster, dem "Stern".

Walnüsse können Stress reduzieren

Forscher legen in einer Studie der Pennsylvania State University nahe, dass Nüsse bei Stress helfen können. Sie mischten einer Testgruppe sechs Wochen lang täglich einen Esslöffel Walnussöl und 37 Gramm Walnüsse in ihr Essen, während die andere keine Walnüsse zu sich nahm. Ergebnis: Die erste Gruppe zeigte sich bei den darauf folgenden Tests stressresistenter.

Sie haben beinahe doppelt so viele Antioxidantien wie andere Nüsse

Eine Handvoll Walnüsse versorgt uns mit fast doppelt so vielen Antioxidantien wie die gleiche Menge anderer Nüsse. Das stellten Forscher der American Chemical Society in einer Untersuchung fest.

Antioxidantien sind für unseren Körper und unseren Gehirn deshalb so wichtig, weil sie die sogenannten Freien Radikale bekämpfen, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein und Alzheimer auszulösen.

Walnüsse helfen unserer Gefäßgesundheit

Mehrere Studien, wie beispielsweise die Physicians’ Health Study mit insgesamt 122.000 Teilnehmern zeigen: Der Blutdruck und die Rate an tödlichen Herzinfarkten sinken signifikant bei den Menschen, die regelmäßig Nüsse essen.

Der Ernährungsforscher Jordi Salas-Salvadós zieht in der „Zeit“ folgendes Fazit: "Wer täglich eine Portion Nüsse isst, kann das Risiko von Komplikationen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern."

Schützen Walnüsse auch vor Alzheimer?

Die Befunde legen den Gedanken nahe, dass Walnüsse auch bei Gehirnerkrankungen helfen können. Dies ist allerdings noch nicht ausreichend an Menschen erforscht.

Immerhin zeigte eine Studie des Neuroscience Laboratory at the New York State Institute: Bei Mäusen haben Walnüsse eine positive Wirkung auf das Gedächtnis und verringern ihr Risiko, an Alzheimer zu erkranken.

Walnüsse können wir am besten aufnehmen, wenn wir sie roh und unverarbeitet essen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu einer Handvoll Nüssen am Tag, also etwa 30 Gramm. Recht viel mehr als die angegebene Menge sollte man wegen des hohen Fettanteils auch nicht essen.

Experten empfehlen, die Nüsse nicht zusätzlich in den Ernährungsplan einzubauen, sondern damit einen ungesunden Snack wie beispielsweise Schokolade zu ersetzen oder über den Salat zu streuen.

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(sho)