LIFE
21/04/2016 12:13 CEST | Aktualisiert 24/04/2016 14:33 CEST

Das passiert mit deinem Gehirn, wenn du mehr als 25 Stunden pro Woche arbeitest

Wenn es nach dem Forscher Colin McKenzie und seinem Team ginge, sollten wir alle nur noch Teilzeit arbeiten.

Denn laut McKenzies Studie, die an der University of Melbourne veröffentlicht wurde, sind mehr als 25 Arbeitsstunden pro Woche schädlich für unser Gehirn.

Bis zu 25 Stunden Arbeit sind gut

Verschiedene Untersuchungen zu Intelligenz, Arbeitsverhalten und Einkommen, die an rund 6500 Männern und Frauen über 40 in Australien durchgeführt wurden, kamen zu dem Ergebnis, dass wichtige, kognitive Fähigkeiten, wie Lernen, Merken und Erfinden unter zu langen Arbeitszeiten leiden.

Müdigkeit, fehlende Konzentrationsfähigkeit und sogar Depressionen sind unter anderem Resultate, die von zu viel Stress im Job herrühren können.

Die Studie zeigt, dass während einer Arbeitszeit von bis zu 25 Stunden pro Woche die Gehirnzellen stimuliert werden und unsere Leistungsfähigkeit steigt. Alles, was aber auch nur um ein paar Stunden darüber hinausgeht, lässt die Funktionen nachweisbar sinken.

Flexible Arbeitszeiten verbessern die Qualität im Unternehmen

Die mit zu viel Arbeit verbundene physische und psychische Belastung wirkt sich dementsprechend auch auf die Qualität der Arbeit aus. Deswegen rät McKenzie Arbeitgebern, Mitarbeitern wenigstens flexible Arbeitszeiten zu ermöglichen, um die Leistungen und das Klima im Unternehmen zu verbessern.

Junge Menschen sind belastbarer

Jüngere Menschen sind offenbar nicht so stark von Leistungseinschränkungen bei langen Arbeitszeiten betroffen wie über 40-Jährige:

Bei jüngeren Personen ist die Wiederherstellungsfunktion des Gehirns etwas anders. Sie sind belastbarer und anhaltende, lange Arbeitszeiten haben weniger Einfluss auf ihr Gehirn", erklärte McKenzie dem "Sydney Morning Herald".

"Ich empfehle, im Alter nur noch Teilzeit zu arbeiten, um die kognitiven Fähigkeiten zu erhalten".

Ein 20 bis 30 Stundenjob im Alter wäre also die ideale Voraussetzung. Dementsprechend sieht McKenzie auch die Erhöhung des Rentenalters kritisch.

glm

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