POLITIK
20/04/2016 05:42 CEST | Aktualisiert 20/04/2016 05:56 CEST

Stern-RTL-Wahltrend: Vertrauen in Merkel schwindet

Merkel büßt leicht bei den Wählern ein.
ASSOCIATED PRESS
Merkel büßt leicht bei den Wählern ein.

  • Das Vertrauen in Kanzlerin Angela Merkels schwindet leicht

  • Nur 13 Prozent würden Sigmar Gabriel wählen

  • Die AfD liegt weiter im Aufwärtstrend

Angela Merkel, die "Teflon-Kanzlerin", an der alles abperlt – so schien es lange. Ob Flüchtlingskrise, Griechenland oder verlorene Landtagswahlen – Merkels Wählergunst konnte das nichts anhaben. Bislang.

Laut dem aktuellen Stern-RTL-Wahltrend des Meinungsforschungsinstituts Forsa trauen nur noch 26 Prozent der Deutschen der Union aus CDU und CSU zu, die Probleme in Deutschland am besten zu lösen. In der Woche zuvor lag sie noch bei 27 Prozent, vor zwei Wochen bei 29 Prozent.

Nur 13 Prozent möchten Gabriel als Kanzler

Auch Merkel persönlich büßt ein: Auf die Frage nach der Kanzlerpräferenz erzielt sie zwei Prozent weniger als in der Vorwoche. Damit würden sie aber immer noch 50 Prozent wählen.

Noch schlechter kommt die SPD- Chef Sigmar Gabriel beim Wahltrend davon: Nur 7 Prozent der Befragten würden ihr Vertrauen der SPD schenken. 55 Prozent halten die SPD hingegen für ungeeignet, die Lage in Deutschland zu meistern. Gabriel selbst würden nur 13 Prozent wählen.

Auch innerhalb der SPD ist die Zustimmung für Merkel höher als für Gabriel: 40 Prozent sprechen sich für Merkel aus, 34 Prozent für Gabriel.

AfD weiter im Aufwärtstrend

Allerdings wurde in der Umfrage die Causa Böhmermann nicht berücksichtigt. Die Zahlen wurden im Zeitraum vom 11. bis zum 15. April ermittelt, weshalb nur die wenigsten Befragten Merkels Stellungnahmen zur Zulassung des Strafverfahrens gegen Böhmermann am 15. April berücksichtigen.

Wäre am nächsten Wochenende Bundestagswahl, würde nach Forsa die Union 34 Prozent erreichen – ihr schlechtester Wert in 2016. Die SPD würde wie in der Vorwoche bei 21 Prozent bleiben, die Grünen bei 13 Prozent, die Linke bei 9 Prozent und die FDP bei 7 Prozent. Auf sonstige Parteien entfallen zusammen 5 Prozent.

Weiter im Aufwärtstrend liegt die AfD: Mit 11 Prozent gewinnt sie einen Punkt hinzu.

Wie werden die Daten erhoben: Das Forsa-Institut befragte vom 11. bis 15. April 2016 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2504 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

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