POLITIK
19/04/2016 03:37 CEST | Aktualisiert 19/04/2016 03:39 CEST

Beatrix von Storch legt nach: "Islam ist die größte Gefahr für Demokratie und Freiheit"

Beatrix von Storch legt nach: "Islam ist die größte Gefahr für Demokratie und Freiheit"
Axel Schmidt / Reuters
Beatrix von Storch legt nach: "Islam ist die größte Gefahr für Demokratie und Freiheit"

  • AfD-Vize Beatrix von Storch schießt erneut gegen den Islam

  • Dieser sei "die größte Bedrohung für Demokratie und Freiheit"

  • In der Huffington Post äußerten derweil Muslime ihr Unverständnis über die Aussagen der AfD

Ungeachtet der vehementen Kritik an ihrem strikten Anti-Islam-Kurs legt die AfD weiter nach. "Die größte Bedrohung für Demokratie und Freiheit geht heute vom politischen Islam aus", sagte die AfD-Vizevorsitzende Beatrix von Storch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Antisemitische Übergriffe hätten heutzutage überwiegend einen islamistischen Hintergrund.

Von Storch und der zweite Vizevorsitzende der rechtspopulistischen Partei, Alexander Gauland, hatten am Wochenende den Islam zur Ideologie erklärt, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Er sei ein "Fremdkörper" in Deutschland, der hier "keine Heimat finden" könne.

Für diese Thesen ernteten sie scharfe Kritik und entschiedenen Widerspruch. So stellte Kanzlerin Angela Merkel klar: "Die Praxis hat gezeigt, dass die übergroße Mehrzahl der Muslime hier im Rahmen des Grundgesetzes ihre Religion ausübt." Merkel verwies zudem auf die grundgesetzlich garantierte Freiheit der Religionsausübung, "und das gilt natürlich auch für Muslime in unserem Land".

"Erneut wirft die AfD verbale Stinkbomben und verpestet den politischen Diskurs", sagte der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir der Huffington Post. "In Deutschland gilt die Religionsfreiheit, selbstverständlich auch für Muslime. Es ist eine wichtige Aufgabe, den Islam in Deutschland einzubürgern."

Die Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion im Bundestag, Cemile Giousouf, sagte: "Auf ihrem Marsch nach Rechtsaußen hat die AfD jedes Maß verloren." Giousouf bzeichnete AfD-Politiker als "in der Wolle gefärbte Rassisten auf der Suche nach dem nächsten Aufregerthema".

Insgesamt hatten sich gestern 15 muslimische Bürger aus Politik und Wirtschaft in der Huffington Post Stellung zu den Äußerungen der AfD bezogen.

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