POLITIK
18/04/2016 23:49 CEST | Aktualisiert 19/04/2016 02:36 CEST

"Die Strände sind kaum zu schützen": Der Islamische Staat hat das perfekte Terror-Ziel in Europa ausgemacht

Ein Urlaubsstrand in Spanien im vergangenen Jahr
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Ein Urlaubsstrand in Spanien im vergangenen Jahr

  • Nach Geheimdienstberichten plant der IS Anschläge auf Urlaubsstrände in Europa

  • Die Täter sollen als Händler getarnt aus Afrika einreisen

  • Touristen sollen mit automatischen Waffen und Sprengsätzen angegriffen werden

Islamistische Terroristen sollen Anschläge auf Urlaubsstrände in Europa planen. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung plant der Islamische Staat offenbar Terror-Akte auf Touristen.

Als Händler getarnt sollen Anhänger der Terror-Gruppe eingeschleust werden und dicht bevölkerte Strände mit Maschinenpistolen angreifen und Sprengsätze zwischen den Liegestühlen zünden.

Die "Bild"-Zeitung beruft sich dabei auf Ermittlerkreisen des Bundesnachrichtendienstes. Der italienische Geheimdienst soll demnach die deutschen Sicherheitsbehörden über die Gefährdung informiert haben. Die Informationen über dieses neue Terrorvorhaben stammen aus Afrika.

"IS will neue Dimension der Terrors erzeugen"

Ein hoher Beamter sagte der "Bild": "Es könnte sein, dass so eine neue Dimension des Terrors von ISIS erzeugt werden soll. Die Urlaubsstrände sind kaum zu schützen."

Weiter heißt es bei "Bild", dass die potenziellen Attentäter aus dem Senegal stammten und sich als Unterstützer von Boko Haram sähen. Die nigerianische Organisation hatte sich vor einem Jahr mit dem IS verbündet.

Betroffen davon seien die Küstenregionen Europas in Spanien, Italien und dem Süden Frankreichs.

Täter könnte legal einreisen

Offenbar könnten die Terroristen legal einreisen. Bild zitiert italienische Medien, in denen der Polizeichef der Stadt Saly im Senegal davor warnt, dass die Männer regelmäßig Waren zwischen Italien und Afrika transportieren und daher über reguläre Papiere und Visa verfügten.

Es wäre nicht das erste Mal, dass der Islamische Staat Badestrände als Terror-Ziel auswählt. Bei dem Überfall auf einen Strand im tunesischen Sousse schossen Angreifer des IS im Juni mit Maschinengewehren um sich und töteten 38 Menschen, darunter 30 Briten.

Die Terrormilz Islamischer Staat bekannte sich zu den Morden. Zuvor waren 22 Menschen bei einem Anschlag in Tunis ums Leben gekommen, darunter ein Brite.

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