POLITIK
18/04/2016 06:51 CEST | Aktualisiert 18/04/2016 09:16 CEST

400 Flüchtlinge bei Überfahrt nach Italien im Mittelmeer ertrunken

400 Flüchtlinge bei Überfahrt nach Italien im Mittelmeer ertrunken
Handout . / Reuters
400 Flüchtlinge bei Überfahrt nach Italien im Mittelmeer ertrunken

  • Auf dem Mittelmeer hat sich zum wiederholten Mal eine Tragödie abgespielt

  • 400 Flüchtlinge sollen auf dem Weg nach Italien ertrunken sein

Im Mittelmeer sollen erneut 400 Flüchtlinge ertrunken sein. Von Ägypten aus hatten sie die Überfahrt nach Italien begonnen. Die Opfer sollen großenteils aus Somalia, Eritrea und Äthiopien stammen, berichtet die "Bild" unter Berufung auf somalische Medien. Sie sollen auf nicht seetauglichen Booten unterwegs gewesen sein - nur 29 Menschen konnten lauf Augenzeugen gerettet werden.

Die italienische und die deutsche Regierung haben die Berichte inzwischen bestätigt." Es sieht so aus, als seien Hunderte Menschen gestorben", sagte Italiens Präsident Sergio Mattarella. Die Bundesregierung bezifferte die Opferzahl auf 300.

732 Menschen sollen seit Jahresbeginn bei ihrer Flucht vor Krieg, Gewalt und Elend im Mittelmeer ums Leben gekommen sein. Mindestens 352 Personen würden vermisst, berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM) kürzlich.

Insgesamt kamen 2016 bisher über 177 000 Menschen mit Booten nach Europa. Das ist rund drei Mal so viel wie in den ersten vier Monaten 2015. Die meisten Ankünfte mit über 150 000 gab es in Griechenland.

Seit Beginn der Umsetzung des EU-Türkei-Abkommens sank die Zahl der Ankommenden in Griechenland aber signifikant. Diese Woche kamen laut IOM alle Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten mit Booten ausschließlich nach Italien. Von einer generellen Verlagerung des Flüchtlingsandrangs seit Beginn des Abkommens könne aber noch nicht gesprochen werden.

In Griechenland erreichten vorwiegend Syrer die Küste, während in Italien hauptsächlich Afrikaner ankamen. Nach griechischen Angaben erreichen in geringer Zahl weiter Migranten mit Booten aus der Türkei die griechischen Ägäis-Inseln.

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