ENTERTAINMENT
18/04/2016 06:23 CEST | Aktualisiert 18/04/2016 07:32 CEST

"Dschungelbuch" an der Spitze der US-Kinocharts

Das neuverfilmte "Dschungelbuch" begeistert Nordamerika
Disney Enterprises
Das neuverfilmte "Dschungelbuch" begeistert Nordamerika

Die Neu-Verfilmung des "Dschungelbuchs" steht an der Spitze Kinocharts der USA und Kanada. Rund 103 Millionen Dollar (91 Mio Euro) spielte die Geschichte um den im Dschungel aufwachsenden Mowgli am Wochenende an den nordamerikanischen Kinokassen ein. Das berichtete der Branchendienst Box Office Mojo am Sonntag.

Der Film in der Regie von Jon Favreau verdrängte den vorigen Spitzenreiter "Die Chefin" auf den dritten Platz. Die Komödie "Barbershop - The Next Cut" mit den Rappern Ice Cube und Common schaffte es mit Einnahmen von mehr als 20 Millionen Dollar (17,7 Millionen Euro) auf den zweiten Platz.

"Dschungelbuch": Real-Verfilmung nahe an Zeichentrick-Umsetzung

Das "Dschungelbuch" ist seit Donnerstag auch in den deutschen Kinos zu sehen. Dabei merken Fans: Inhaltlich ist es "Iron Man"-Regisseur Jon Favreau leider nicht gelungen, sich von dem alten Kultfilm zu lösen und Rudyard Kiplings Werk eigenständig zu interpretieren.

So ist das neue "Dschungelbuch" zwar technisch hervorragend umgesetzt, letztlich aber doch nur eine Nacherzählung eines längst bekannten Stoffs. Auch die Leichtigkeit und den Charme der fast 50 Jahre alte Zeichentrick-Vorlage kann der neue Film über weite Strecken nicht erreichen.

Düster, aufregend und weniger sorglos

Ein paar starke Akzente setzt Favreau dennoch. So ist Moglis Welt dieses Mal nicht so süßlich und gemütlich, wie in Disneys altem Film. Die Geschichte, wie der bei den Wölfen aufgewachsene Menschenjunge gegen den Tiger Shir Khan kämpft, ist wesentlich düsterer und aufregender erzählt - und rückt damit näher an Kiplings Bücher heran.

Elefanten-Colonel Hathi ist auch kein trotteliger Anführer. Wenn er mit seiner grauen Herde anrückt, verneigen sich die Urwald-Bewohner ehrfürchtig.

Außerdem ist Moglis Verhältnis zu seinen Freunden in der neuen Fassung weniger sorglos. Balu (deutsche Stimme: Armin Rohde) etwa ist nicht nur der nette Onkel, mit dem er Spaß hat. Der Bär ist widersprüchlicher; unter seiner Freundlichkeit verbirgt sich einiges an Opportunismus.

Zeichentrick-Film hat Kultstatus

Auch mit dabei: die Schlange Kaa (Jessica Schwarz), der Panther Baghira (Joachim Król), der böse Shir Khan (Ben Becker) und der Affenkönig Louie (Christian Berkel).

Ob der neue Film an den "Dschungelbuch"-Erfolg von einst anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Der Zeichentrickfilm von 1967 hat in Deutschland schließlich Kultstatus.

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