POLITIK
19/04/2016 02:20 CEST | Aktualisiert 19/04/2016 04:54 CEST

Geheimdienst-Dokument soll die Wahrheit über 9/11 zeigen

Wurden Al-Kaida-Terroristen von Saudi-Arabien unterstützt?
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Wurden Al-Kaida-Terroristen von Saudi-Arabien unterstützt?

  • Ein Dossier der US-Geheimdienste soll belegen, dass die "9/11"-Terroristen von Saudi-Arabien unterstützt wurden

  • Ein Ex-Senator drängt jetzt auf dessen Veröffentlichung

Ein nicht veröffentlichtes Dossier der US-Geheimdienste soll politischen Sprengstoff enthalten. Das Papier soll offenbar belegen, dass die Terroristen des 11. September 2001 von Saudi-Arabien unterstützt wurden.

Das sagte der demokratische Ex-Senator Bob Graham einem Interview mit dem US-Fernsehsender "CBS". Er behauptet zu wissen, dass sowohl die Regierung Saudi-Arabiens als auch wohlhabende Persönlichkeiten des Landes sowie Wohlfahrtsverbände mehreren Al-Kaida-Terroristen bei der Vorbereitung der Anschläge auf das World-Trade-Center und das Pentagon geholfen hätten.

Das Dossier wurde strikter Geheimhaltung unterlegt

Graham hatte zu einer von zwei Kommissionen unter der Regierung von George W. Bush gehört, die nach den Terror-Anschlägen untersuchen sollten, ob die US-Geheimdienste die Anschläge hätten verhindern können.

Die "9/11"-Kommission hatte damals zumindest offiziell keine direkte Involvierung der Saudis festgestellt. Doch die beiden Geheimdienst-Kommissionen kamen in einem 28-seitigen seit 13 Jahren unter Verschluss gehaltenen Dossier ganz offensichtlich zu einem anderen Schluss.

Obgleich das Dossier noch strikter Geheimhaltung unterliegt, hatte Graham von 19 saudi-arabischen Al-Kaida-Kollaborateuren berichtet, die an den Vorbereitungen der Anschläge in den USA beteiligt gewesen sein sollen.

Fracking machte die USA weniger abhängig von Saudi-Arabien

Nach den Anschlägen auf das World-Trade-Center und das Pentagon wurde das Papier unter Verschluss gehalten. Die diplomatischen Beziehungen zu dem arabischen Land waren zu wichtig - unter anderem, weil die USA auf Öl angewiesen waren.

Doch das hat sich geändert. Die Vereinigten Staaten sind dank des Erdöls, das sie durch Fracking fördern, nicht mehr von Importen abhängig.

Der Ex-Senator, andere Mitglieder der Kommissionen und auch viele Verbliebene der Anschlags-Opfer drängen nun auf eine Veröffentlichung des Geheim-Dossiers.

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