WIRTSCHAFT
18/04/2016 01:45 CEST | Aktualisiert 18/04/2016 02:46 CEST

Apples "iCar" wird in einer deutschen Stadt entwickelt

Apple CEO Tim Cook
Eric Thayer/Getty Images
Apple CEO Tim Cook

  • Nach Medienberichten wird Apples "iCar" in einem geheimen Labor in einer deutschen Stadt entwickelt

  • Dort würden "Hochkaräter" aus der deutschen Auto-Industrie arbeiten

Apple setzt bei der Entwicklung seines "iCar" auf deutsches Know-How. Pläne des Technik-Konzerns zur Entwicklung eines Autos - in den Medien "iCar" genannt - , finden unter größter Geheimhaltung statt. Doch wie die "FAZ" nun berichtet, soll das Auto offenbar in Deutschland entwickelt werden.

Ein geheimes Labor von Apple befände sich mitten in Berlin. Auch konkrete Pläne zur Einführung auf dem deutschen Markt soll es bereits geben. Aufgedeckt hatten Apples Auto-Projekt das "Wall Street Journal" und die Nachrichtenagentur Bloomberg im Februar 2015.

"Hochkaräter aus der deutschen Automobilbranche"

Etwa 15 bis 20 Männer und Frauen, "Hochkaräter aus der deutschen Automobilbranche", sollen in der Hauptstadt das Apple-Auto entwickeln, schriebt die "FAZ". Sie alle sollen junge Leute mit einer "progressiven Denke" seien, die aus der deutschen Auto-Branche stammen.

An ihren alten Arbeitsplätzen seien sie nicht weitergekommen, weil die alten Chefs sie abgehalten hätten, schreibt die "FAZ". Sie kämen unter anderem aus dem Ingenieurswesen, Software, Hardware und Vertrieb.

Das Apple-Auto soll im Jahr 2019 oder 2020 als Kleinwagen auf den Markt kommen, heißt es. Es soll in einem Carsharing-Modell eingeführt werde, ähnlich wie der Dienst Drive-Now von BMW und Sixt. Nutzer könnten das Auto kurzfristig mieten und minutengenau abrechnen.

Zuvor hatte bereits das "Wall Street Journal" berichtet, dass ein der Konzern das Design eines Minivans entworfen habe. Projektchef Steve Zadesky dürfe ein Team von bis zu 1000 Leuten aus verschiedenen Apple-Sparten zusammenstellen. Zugleich heißt es auch, Apple könne es sich noch anders überlegen und das Projekt stoppen.

"Mini"-Produzent soll das iCar bauen

Apple will das Auto nicht selbst herstellen, sondern auf Auftragsfertiger setzen. Dazu würde passen, dass sich laut "Wall Street Journal" ein Apple-Team mit dem österreichischen Auftragsproduzenten Magna Steyr getroffen hat. Dieser bietet auf seiner Website auch Prototypen-Fertigung als Dienstleistung an und hatte schon vor sechs Jahren das Elektroauto-Konzept Mila EV gezeigt.

Auch die FAZ schreibt, dass das iCar in Österreich produziert werden soll. Magna hat bisher den Mini produziert. Durch den Wegfall der Mini-Produktion für BMW ab diesem Jahr habe das Unternehmen Kapazitäten in Höhe von mehreren hunderttausend Autos im Jahr.

Ein Sprecher von Apple teilte der "FAZ" mit, dass Unternehmen kommentiere "keine Gerüchte und Spekulationen - auch nicht rund um das 'iCar'“.

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