LIFE
16/04/2016 13:47 CEST | Aktualisiert 16/04/2016 13:55 CEST

Tine Wittler: Die Teilnehmer ihrer Show sitzen jetzt richtig in der Patsche

Tine Wittler
Getty Images
Tine Wittler

Als sie bei Tine Wittlers RTL-Show „Einsatz in vier Wänden“ mitmachen durfte, dachte Familie Richter, das Glück wäre endlich auf ihrer Seite: Der alte Hof der Familie aus dem sächsischen Döbeln bekam 2008 eine Rundumerneuerung.

Doch jetzt sitzt die Familie in der Patsche, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Das Finanzamt fordert demnach nun eine Steuernachzahlung von 160.000 Euro für die Renovierungsarbeiten von Tine Wittlers Team. 40.000 Euro davon seien allein Zinsen.

Die Familie kann das Geld nicht aufbringen

Doch eine so hohe Summer kann die Familie dem Fiskus nicht zahlen: Der Hof gehört dem schwerkranken 66-jährigen Helfried Richter, der dort mit seiner Schwester Annerose und seiner Nichte Lisa wohnt. Helfried lebt von Sozialhilfe.

„Für uns brach eine Welt zusammen, so viel Geld können wir niemals aufbringen“, sagte Lisa Richter der "Bild". Das Finanzamt bleibt trotzdem bei seiner Forderung - ein Anwalt soll ihnen nun helfen.

Sie sind kein Einzelfall

Schon 2012 gerieten Teilnehmer von Tine Wittlers Show in das Visier des Finanzamtes. Denn die Finanzbeamten waren zu dem Schluss gekommen, dass die Verschönerungseinsätze der TV-Teams versteuert werden müssen, wie das Magazin "Der Spiegel" berichtete.

Daraufhin verhandelte die damalige „Einsatz in vier Wänden“-Produktionsfirma MME mit den Finanzbehörden, stellte jedoch 2013 die Show ein. Das Problem: Das geltende Gesetz gibt dem Fiskus Recht - und die ehemaligen Teilnehmer der Show stehen nun im Regen.

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(sk)