LIFE
16/04/2016 05:32 CEST | Aktualisiert 28/04/2016 12:28 CEST

Diesen bescheuerten Namen wollte eine Mutter ihrem Baby geben

Ein neugeborenes Baby
Jose Luis Pelaez via Getty Images
Ein neugeborenes Baby

Sie hat sich wohl einen der bescheuertsten Namen aller Zeiten für ihre Tochter ausgesucht: Eine Mutter aus Powys in Wales wollte ihre Tochter "Cyanid" nennen.

Ja, genau wie das hochgiftige Cyanid (oder Blausäure), einem Stoff, der in verschiedenen Verbindungen im zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde, um Millionen Menschen zu ermorden - und mit dem sich Adolf Hitler schließlich selbst richtete.

Der Fall kam vor Gericht

Als Sozialarbeiter davon erfuhren, wie die Mutter das Mädchen nennen wollte, brachten sie die Sache vor Gericht. Denn die Frau beharrte auf ihrem Recht, ihre Kinder so nennen zu dürfen, wie sie will. In Großbritannien gibt es keine Einschränkung bei der Namensgebung. Ein Gericht schreitet nur in extremen Fällen ein - wenn dadurch das Kindeswohl gefährdet ist.

Die Mutter verteidigte ihre Namensidee vor Gericht. Laut der britischen Zeitung "The Telegraph" sagte die Frau aus, dass Cyanid ein "hübscher, netter Name" sei und "positive Konnotationen" hervorrufe, weil sich Hitler damit gerichtet hätte.

Den Zwillingsbruder des Mädchens wollte die Mutter "Preacher" (Prediger) nennen. Die beiden Kinder befinden sich derzeit bei Pflegeeltern, da Sozialarbeiter Bedenken hatten, die Kinder bei ihrer Mutter zu lassen, die unter anderem schon Alkohol- und Drogenprobleme hatte.

Die Mutter darf ihr Kind nicht "Cyanid" nennen

Die Richterin Eleanor King sollte nun über die Namensgebung der Kinder entscheiden. Sie verbot der Mutter, ihre Tochter "Cyanid" zu nennen. "Das ist einer der seltenen Fälle, bei dem das Gericht einschreiten sollte, um das Zwillingsmädchen vor emotionalen Schaden zu bewahren", sagte sie laut dem "Telegraph".

Nun sollen die älteren Geschwister der Zwillinge deren Namen bestimmen.


Kindern helfen

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