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15/04/2016 08:46 CEST

Panama Papers: Jetzt entschuldigt sich Putin

Putin entschuldigt sich
dpa
Putin entschuldigt sich

  • Kreml-Sprecher Dmitry Peskov hat sich bei der Süddeutschen Zeitung entschuldigt

  • Putin hatte die Zeitung beschuldigt, mit den "Panama Papers" US-Interessen zu unterstützen

Nach falschen Vorwürfen gegen die "Süddeutsche Zeitung" soll sich Putins Sprecher Dmitry Peskov am heutigen Freitag bei dem Blatt entschuldigt haben, berichtet "SZ.de".

"Das war unser Fehler, eigentlich mein Fehler", zitiert ihn demnach die russische Nachrichtenagentur Interfax.

Falsche Vorwürfe gegen die "Süddeutsche Zeitung"

Putin hatte zuletzt Vorwürfe im Zusammenhang mit den "Panama Papers" über Hunderttausende Offshore-Firmen als westliche Provokation verurteilt.

"Wir wissen, dass Mitarbeiter der amerikanischen Institutionen damit zu tun haben", sagte Putin bei seiner traditionellen Bürgersprechstunde am Donnerstag in Moskau.

Konkret nahm er die "Süddeutsche Zeitung" ins Visier, die entscheidend bei der Veröffentlichung mitgewirkt hatte. Die Vorwürfe versteckter Milliarden betreffen auch Vertraute Putins, der Name des Präsidenten fällt in den "Panama Papers" aber nicht.

"Die Süddeutsche Zeitung gehört nicht zu Goldman Sachs"

Die "Süddeutsche" gehöre zu einer Holding, die ihrerseits dem US-Finanzinstitut Goldman Sachs gehöre, behauptete Putin. Das Blatt widersprach dieser Darstellung.

"Die Süddeutsche Zeitung gehört weder direkt noch indirekt zu Goldman Sachs", teilte Geschäftsführer Stefan Hilscher daraufhin mit. Das Traditionsblatt aus München sei eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Süddeutschen Verlags, der mehrheitlich zur Südwestdeutschen Medienholding gehöre, sagte er.

Bürger aus allen Teilen Russlands hatten für die fast vierstündige Fernsehshow "Direkter Draht" mehr als drei Millionen Fragen an Putin eingereicht.

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