POLITIK
14/04/2016 03:23 CEST | Aktualisiert 14/04/2016 03:38 CEST

Angst vor Flüchtlingen: Schweizer Kanton will Armee an der Grenze aufmarschieren lassen

Soldiers of the honour guard of the Swiss army wait for the arrival of Swiss President and Foreign Minister Didier Burkhalter and German President Joachim Gauck, in Bern April 1, 2014. Gauck is on an official visit in Switzerland.  REUTERS/Ruben Sprich (SWITZERLAND - Tags: POLITICS MILITARY)
Ruben Sprich / Reuters
Soldiers of the honour guard of the Swiss army wait for the arrival of Swiss President and Foreign Minister Didier Burkhalter and German President Joachim Gauck, in Bern April 1, 2014. Gauck is on an official visit in Switzerland. REUTERS/Ruben Sprich (SWITZERLAND - Tags: POLITICS MILITARY)

  • Flüchtlinge kommen vermehrt über Italien nach Westeuropa

  • Das Schweizer Kanton Tessin will seine Grenzen nun mit Soldaten schützen

Die Schweiz macht sich bereit für die Ankunft Hunderter Flüchtlinge an der Grenze. Das berichtet die Schweizer Tageszeitung "Blick". Der Grund: Da die Flüchtlinge nicht mehr über die Balkanroute kommen können, nehmen immer mehr von ihnen die Route über Italien.

Da Österreich die Grenze am Brenner derzeit schließt, bleibt der einzige Weg nach Nordeuropa durch die Schweiz.

Laut dem "Blick"-Bericht sind im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum in diesem Jahr schon 50 Prozent mehr Flüchtlinge in Italien angekommen. Die italienische Regierung rechnet in diesem Jahr mit einer Verdoppelung der Flüchtlingszahlen im Vergleich mit 2015.

Panzerbataillone sollen an die Grenze

Als Reaktion auf diese Entwicklungen will der Kanton Tessin, der von der rechtspopulistischen Partei Lega dei Ticinesi mitregiert wird, nun die Armee an der Grenze zusammenziehen.

2000 Soldaten sollen demnach die Grenze bewachen. Vor allem im Sommer rechnen die Schweizer mit einem signifikanten Anstieg der Flüchtlingszahlen. Mit dabei sein sollen auch Soldaten von Panzerbataillonen und Katastrophenhelfer.

Die Armee hat laut "Blick" auch schon ihre Bereitschaft signalisiert - eine offizielle Anfrage gab es aber wohl noch nicht. In der vergangenen Woche sollen im Tessin 169 Flüchtlinge die Grenze zwischen Italien und der Schweiz illegal überquert haben. Die Flüchtlinge nehmen vor allem Routen abseits der offiziellen Grenzübergänge.

Auch auf HuffPost:

Diese Frau veralbert Instagram-Bilder von Promis – das Ergebnis ist genial