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14/04/2016 07:05 CEST | Aktualisiert 14/04/2016 09:22 CEST

Hunderte Gaffer behindern Rettung eines schwerverletzten Mädchens - Polizei rastet auf Facebook aus

Es ist ein Unfall, wie ihn Rettungskräfte in Städten leider zu häufig erleben - vergangene Woche ging ein kleines Mädchen in der Nähe des Hagener Hauptbahnhofes über die Straße. Ein Auto konnte nicht rechtzeitig bremsen und erfasste das Mädchen. Es wurde schwer verletzt.

Polizei und Feuerwehr rückten an, sogar ein Rettungshubschrauber musste anfliegen. Es war ein furchtbarer Unfall. Doch was dann passierte, schockierte die Rettungskräfte fast noch mehr.

"Ihr solltet Euch was schämen"

Wie die "Rheinische Post" berichtet, versammelten sich hunderte Gaffer an der Unfallstelle. Viele von ihnen zückten ihre Handys, um den Rettungseinsatz zu filmen. Dabei behinderten sie auch die Arbeit der Polizei.

Die wendet sich jetzt mit einem aufrüttelnden Facebook-Post an die Öffentlichkeit. Unter anderem schreiben die Beamten: "Ihr solltet Euch was schämen, dass mehrere hundert von Euch mit dem Smartphone in der Hand die Rettungsarbeiten massiv behindert haben."

Es mussten sogar zusätzliche Beamte anrücken, um die Gaffer zurückzudrängen. Einige verlangten von den Polizisten sogar, dass sie zur Seite treten, um besser filmen zu können. Kein Wunder, dass die Polizei ausflippt - Gaffer bei Unfällen sind schon lange ein Problem, dass die Nothilfe an Unfallstellen erschwert.

Gaffer filmten unbeirrt weiter

Aber in Hagen waren das noch nicht die schlimmsten Szenen. Um das Mädchen vor den Gaffern zu schützen, legten die Helfer weiße Tücher über das Mädchen. Aber auch das schreckte die sensationslustigen Zuschauer nicht ab.

"Selbst das hat Euch nicht daran gehindert, mit Euren Smartphones in der Hand angelaufen zu kommen und über die Tücher zu gaffen", schreibt die Polizei.

Hier ist der aufrüttelnde Post der Polizei. Er wurde bisher mehr als 18.000 Mal geteilt.

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