POLITIK
13/04/2016 17:30 CEST | Aktualisiert 13/04/2016 17:42 CEST

Unterlagen gefunden: Paris-Attentäter hatte offenbar Atomanlage in NRW im Visier

dpa

Haben Ermittler eine Terror-Katastrophe mitten in einer Atomanlage in NRW verhindert? Offenbar hatte der Paris-Attentäter Salah Abdeslam in seiner Wohnung im Brüsseler Stadtteil Molenbeek Unterlagen über das deutsche Atomforschungszentrum Jülich aufbewahrt. Das haben Recherchen des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gezeigt, zu dem unter anderem die "Hannoversche Allgemeine" gehört.

Das Blatt beruft sich auf Hans-Georg Maaßen, den Präsidenten des Verfassungsschutzes, der mehrere Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Deutschen Bundestages darüber unterrichtet haben soll.

Neben Ausdrucken von Artikeln aus dem Internet zu Jülich sollen auch Fotos in der Wohnung des Paris-Attentäters gefunden worden sein, die den Vorstandsvorsitzenden der Kernforschungsanlage, Wolfgang Marquardt, zeigen.

Unklar sei laut RND, ob Maaßen diese Informationen auch an das Kanzleramt und das Bundesinnenministerium weitergegeben habe. Auf Anfrage des RND hätten Kanzleramt und Innenministerium am Mittwoch erklärt, man habe keine Informationen zu dem geschilderten Sachverhalt, schreibt das Blatt.

Dafür hätten mehrere Bundestagsabgeordnete sowie ein zuständiger Terrorismusexperte des Verfassungsschutzes bestätigt, dass es diese Information gebe.

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