POLITIK
13/04/2016 04:25 CEST | Aktualisiert 13/04/2016 04:26 CEST

Panama: Ermittler durchsuchen Mossack Fonseca

A man with a jacket that reads "Criminology" enters the Mossack Fonseca law firm office in Panama City April 12, 2016. REUTERS/Carlos Jasso
Carlos Jasso / Reuters
A man with a jacket that reads "Criminology" enters the Mossack Fonseca law firm office in Panama City April 12, 2016. REUTERS/Carlos Jasso

  • Ermittler durchsuchen die Räume der Kanzlei Mossack Fonseca in Panama

  • Die Kanzlei soll nicht bei Ermittlungen nach der Veröffentlichung der "Panama Papers" kooperiert haben

Nach den Enthüllungen über Hunderttausende Briefkastenfirmen hat Panamas Justiz die Kanzlei Mossack Fonseca durchsuchen lassen.

Es solle geprüft werden, ob das Unternehmen für illegale Aktivitäten genutzt wurde, teilte die neu gegründete Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität am Dienstag mit.

An der Durchsuchung nahmen auch Daten- und Finanzexperten der Kriminalpolizei teil.

Kanzlei kooperierte nicht bei den Ermittlungen

Medienberichten zufolge kooperierte die Kanzlei nicht bei den Ermittlungen. Das Unternehmen verzögere die Untersuchungen, berichtete die Zeitung "La Prensa" unter Berufung auf Ermittler.

Mossack Fonseca hingegen teilte auf Twitter mit: "Wir kooperieren weiterhin mit den Behörden, die in unserer Zentrale Ermittlungen durchführen." Zuvor waren bereits mehrere Niederlassungen der Kanzlei im Ausland durchsucht worden.

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Vor den Geschäftsräumen in Panama-Stadt bezogen am Dienstag Polizisten Stellung, wie im Fernsehen zu sehen war. Die Angestellten wurden von den Beamten in ein Nebengebäude eskortiert. Die Polizei durchsuchte auch das Datenzentrum der Telefongesellschaft, die den IT-Support für die Kanzlei abwickelt.

Kanzlei bestreitet illegale Geschäfte

Nach einjähriger gemeinsamer Recherche hatten vor kurzem Dutzende Medien weltweit über gut 200.000 Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen.

Die Unternehmen wurden den Berichten zufolge zum Teil von Mossack Fonseca gegründet. Die panamaische Kanzlei bestreitet, in illegale Geschäfte verwickelt zu sein.

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