WIRTSCHAFT
13/04/2016 09:16 CEST

"Fühlte mich wie ein Sklave": Schwere Vorwürfe gegen Drogerie-Kette Rossmann

BERLIN, GERMANY - OCTOBER 20:  Shoppers pass a Rossmann store on October 20, 2012 in Berlin, Germany. Retail business is the third-biggest economic sector in Germany, and consumer spending has held up well in comparison to countries facing austerity measures elsewhere in the eurozone.  (Photo by Adam Berry/Getty Images)
Adam Berry via Getty Images
BERLIN, GERMANY - OCTOBER 20: Shoppers pass a Rossmann store on October 20, 2012 in Berlin, Germany. Retail business is the third-biggest economic sector in Germany, and consumer spending has held up well in comparison to countries facing austerity measures elsewhere in the eurozone. (Photo by Adam Berry/Getty Images)

  • Beschäftigte der Drogerie-Kette Rossmann klagen über die Arbeitsbedingungen bei der Firma

  • Rossmann beschäftigt viele Mitarbeiter über ein Subunternehmen - dieses steht im Zentrum der Kritik

Die Drogerie-Kette Rossmann gerät wegen der Arbeitsbedingungen bei einem ihrer Subunternehmen in die Kritik. Beschäftigte erhoben schwere Vorwürfe gegen Rossmann. Wie das Nachrichtenmagazin "Stern" berichtet, klagen die Mitarbeiter über schlechte Löhne und teils unwürdige Arbeitsbedingungen.

Das Drogerie-Unternehmen beschäftigt mehrere tausend Regaleinräumer, die per Werkvertrag vom Potsdamer Unternehmen pomota.de, bis vor kurzem als Instore Solutions Services GmbH (ISS) gemeldet, gestellt werden.

ISS und ihre Tochterunternehmen sind wegen der Behandlung ihrer Mitarbeiter hochumstritten. Ehemalige und heutige Beschäftigte kritisierten die Firma gegenüber dem "Stern" scharf. "Ich fühlte mich wie ein Sklave behandelt", sagte eine ehemalige Teamleiterin, die in Rossmann-Filialen in Nordbayern beschäftigt gewesen war.

Rossmann rechtfertigt sich

Bis zur Einführung des Mindestlohns soll ISS seinen Mitarbeitern zum Teil lediglich knapp über 6 Euro gezahlt haben.

Rossmann beteuerte gegenüber dem "Stern", sein Subunternehmer zahle heute im Raum München Löhne von "über 10 Euro". Die Firma ISS sprach ebenfalls von zufriedenen Mitarbeitern und einem "guten Betriebsklima".

Der "Stern" zitiert weiterhin aus einem internen Bericht: Dieser zeigt, dass Rossmann die Dienste von promota.de in größerem Umfang nutze, als bisher bekannt. Allein im Jahr 2012 überwies Rossmann dafür 33,7 Millionen Euro an das Subunternehmen. 49 Prozent der ISS gehören der Rossmann Beteiligungs GmbH.

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