WIRTSCHAFT
12/04/2016 12:18 CEST | Aktualisiert 12/04/2016 12:29 CEST

Brexit - "Schwere Schäden": Ökonomen sprechen drastische Warnung für die Weltwirtschaft aus

City of London, UK
TomasSereda via Getty Images
City of London, UK

  • Top-Ökonomen warnen vor einem möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU

  • Es drohe ein "schwerer Schaden", sagt der IWF voraus

  • Die Experten sehen wichtige Handelsbeziehungen in Gefahr

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union als signifikantes Risiko für die Weltwirtschaft bezeichnet.

"Es ist schwer zu erkennen, wie das positiv werden könnte", sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld am Dienstag, als er den Weltwirtschafts-Ausblick für die nächsten Jahre vorstellte. "Ein "Brexit" könnte regional und global schweren Schaden anrichten, weil er etablierte Handelsbeziehungen unterbrechen würde", sagte Obstfeld.

Experten: Es droht ein Verhandlungs-Marathon

Im Falle eines Austritts-Votums beim Referendum der Briten am 23. Juni würde sich ein zwei Jahre langer Neuverhandlungs-Marathon anschließen.

Der seit Beginn der 1970er Jahre andauernde Trend, dass Großbritannien mehr und mehr mit den anderen europäischen Ländern kooperiere, würde gestoppt. Es wäre überraschend, wenn die Reduzierung europäischer Integration zu neuem Wachstum führen würde, sagte Obstfeld.

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