POLITIK
11/04/2016 23:49 CEST | Aktualisiert 12/04/2016 00:03 CEST

Schock für Sigmar Gabriel: SPD rutscht unter 20 Prozent

Die neuste Umfrage dürfte ein Schock für SPD-Chef Sigmar Gabriel sein
Michael Gottschalk via Getty Images
Die neuste Umfrage dürfte ein Schock für SPD-Chef Sigmar Gabriel sein

  • Die SPD fällt in Umfragen erstmals unter 20 Prozent

  • Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Karl Lauterbach, sieht das Problem allerdings nicht im Bündnis mit der CDU

Mit der SPD unter Parteichef Sigmar Gabriel geht es unaufhaltsam bergab. Die Partei kann ihren Abwärtstrend nicht aufhalten und sinkt in ein bundesweiten Umfrage erstmals unter 20 Prozent.

Das meldet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den neuen INSA-Wahlcheck. Wäre demnach am Sonntag Bundestagswahl, käme die SPD nur noch auf 19,5 Prozent. Das sind 0,5 Punkte weniger als in der Vorwoche.

Grünen profitieren vom Kretschmann-Erfolg

Auch die Unionsparteien verlieren erneut 0,5 Punkte und kommen nur noch auf 31,5 Prozent. Abgeben muss auch die AfD einen halben Punkt auf 12,5 Prozent. Dagegen gewinnt die Linke einen halben Punkt auf 9,5 Prozent hinzu, die Grünen sogar einen Punkt auf 13,5 Prozent. Die FDP käme mit unverändert 7,5 Prozent wieder in den Bundestag.

INSA-Chef Hermann Binkert sagte gegenüber "Bild": "Die Grünen profitieren vom Kretschmann-Erfolg und von der Schwäche der GroKo."

Es ist aber fraglich, ob die Partei aus dieser Ohrfeige der Wähler die richtigen Schlüsse zeiht. Zumindest sieht der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, die Ursachen nicht im Bündnis mit der Union.

"Wähler strafen Partei trotz Erfolgen ab"

Gegenüber der "Bild" sagte Lauterbach: "Entscheidend ist jetzt, dass die Parteiführung glaubhaft und die Partei erkennbar bleibt." Die Partei unter Gabriels Führung könne stolz sein, dass sie das Land erfolgreich durch schwierige Krisen steuere, betonte der Fraktionsvize.

Dass man dafür in der Wählergunst abgestraft werde, sei "traurig, aber wahr".

Schon in der Vorwoche war die Partei im "ARD Deutschlandtrend" auf 21 Prozent abgerutscht.

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