POLITIK
11/04/2016 03:51 CEST | Aktualisiert 11/04/2016 06:19 CEST

Wende im Syrienkrieg? Putin und Assad starten Offensive auf Aleppo

Der von Rebellen kontrollierte Seif al-Dawla Distrikt in Aleppo.
Abdalrhman Ismail / Reuters
Der von Rebellen kontrollierte Seif al-Dawla Distrikt in Aleppo.

  • Das syrische Militär hat eine Offensive begonnen, um die Rebellenhochburg Aleppo zu erobern

  • Auch für Deutschland könnte eine Wiedereinnahme Konsequenzen haben

Mit russischer Hilfe wollen die syrischen Regierungstruppen Bashar Al-Assads die Rebellenhochburg Aleppo zurückerobern. Ein Wiedererlangen der Kontrolle über Aleppo würde für das syrische Militär einen Meilenstein im syrischen Bürgerkrieg bedeuten.

Die Kampfhandlungen, die nach Informationen der Nachrichtenagentur "Reuters“ bereits in den südlichen Vororten Aleppos begonnen haben, bedrohen dabei die Ende Februar in Kraft getretene Waffenruhe – und darüber hinaus die anstehenden Friedensgespräche in Genf.

Offensive zur Rückeroberung Aleppos soll beginnen

Bereits am Sonntag hatte der syrische Premierminister Wael al-Haliki bekanntgegeben, eine Offensive zur Rückeroberung der größten syrischen Stadt zu beginnen: "Wir machen uns, gemeinsam mit unseren russischen Partnern dazu bereit, Aleppo zu befreien und allen illegalen, bewaffneten Gruppen entgegenzutreten, die die Waffenruhe nicht unterzeichnet haben oder sie verletzen.“

Vertreter der Rebellen sprechen von einer Wiederaufnahme der russischen Luftangriffe. Die "Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, die der syrischen Opposition nahesteht, vermeldete am Sonntagabend 35 getötete Kämpfer in den vergangenen 24 Stunden.

Hilfsorganisationen warnen vor neuer Flüchtlingswelle

Mehrere Hilfsorganisationen in Deutschland warnten in der Vergangenheit: Eine Einnahme der Rebellenhochburg Aleppo durch das syrische Militär könnte einen dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen bedeuten.

"Wenn die Stadt fällt, ist mit bis zu 250.000 weiteren Flüchtlingen zu rechnen", erklärte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann im Februar.

Seit 2012 befinden sich große Teile Aleppos in der Hand von Rebellengruppen.

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