POLITIK
11/04/2016 02:12 CEST | Aktualisiert 11/04/2016 03:55 CEST

Das ist Putins geheime Armee in Deutschland

Der russische Präsident Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz in Berlin
ullstein bild via Getty Images
Der russische Präsident Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz in Berlin

  • Russland-Experte Reitschuster wirft Putin vor, eine geheime Armee aus Saboteuren in Deutschland aufgestellt zu haben

  • Geheimdienste hätten rund 300 Männer identifiziert, die dieser Gruppe angehören

Eine geheime Armee aus Saboteuren und Spionen, die nur auf ihren Einsatzbefehl aus Moskau warten. Nach Ansicht des Russland-Experten Boris Reitschuster ist dies nicht der Stoff eines Thrillers aus den Tagen des Kalten Krieges, sondern längst Realität in Deutschland.

Reitschusters Vorwurf: Der russische Präsident Wladimir Putin soll eine verdeckte Kampftruppe in Deutschland und anderen Ländern des Westens unterhalten. Der Name dieser Geheimdienst-Operation laute "Aktion System". Dabei beruft er sich auf die Studie eines westeuropäischen Geheimdienstes.

Kampfsportschulen bilden das Netzwerk

Dies geht aus dem Buch "Putins verdeckter Krieg" des Putin-Biografen und ehemaligen Leiters des Moskau-Büros von "Focus" hervor. So berichtet es "Bild.de". Das Werk ist ab Mitte April lieferbar.

Der Experte berichtet, Putin habe direkten Zugriff auf ein Netzwerk von Elitekämpfern im Ausland. Diese seien aus Kampfsportschulen, in denen die russische Kampfsport-Technik "Systema" gelehrt werde, hervorgegangen.

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Aus diesen habe sich ein regelrechtes Netzwerk von Personen im Ausland entwickelt, die nach wie vor in die Strukturen der Schulen und den dahinterstehenden Behörden eingebunden seien.

Ziel ist, "Unruhen und Verunsicherung" herbeizuführen

Weiter berichtet "Bild.de", Ziele der Operation sei es zum einen, die Streitmacht Russlands auszubauen und "künftige Eliten" der Zielländer anzuwerben.

Im Ausland sollen diese dann "Unruhen und Verunsicherung" herbeiführen, "politische und gesellschaftliche Prozesse verzerren" und "nicht-demokratische Vorstellungen vermitteln".

Erste Erfolge seien bereits sichtbar geworden: Zum Beispiel bei der Reichsbürgerbewegung, Pegida oder der Querfrontbwegung sichtbar geworden. Auch der Fall der vermeintlichen Vergewaltigung der 13-jährigen Lisa aus Berlin und die gezielte Desinformations-Kampagne unter Russlanddeutschen fallen hierunter.

300 Männer indentifiziert

In Deutschland hätten Geheimdienste im Vorjahr rund 300 Männer identifiziert, die in die "Systema"-Strukturen eingebunden seien.

Einige von ihnen hätten in Moskau Spezialausbildungen erhalten. Darunter sollten Soldaten, Polizisten, Justizangestellte und Angehörige der deutschen Polizei- und Armee-Eliteeinheiten GSG 9 und KSK sein.

Hier könnt ihr das Buch "Putins verdeckter Krieg" kaufen.

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