POLITIK
09/04/2016 10:27 CEST

Paukenschlag: Österreichs Innenministerin Mikl-Leitner will ihren Posten aufgeben

dpa

  • Österreichs Innenministerin will sich offenbar aus dem Kabinett zurückziehen

  • Ihr Nachfolger soll der niederösterreichische Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka werden

  • Ein Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik sei damit nicht verbunden

Es ist eine politische Umwälzung in Österreich: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner wird offenbar mit ihrem ÖVP-Parteikollegen Wolfgang Sobotka, Landesfinanzrat von Niederösterreich, den Posten tauschen. Das berichtet die "Tiroler Tageszeitung".

Demnach soll Mikl-Leitner zum Nachfolger des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll aufgebaut werden. Sein Posten ist vergleichbar mit dem Amt des Ministerpräsidenten in Deutschland. Pröll will 2018 nicht mehr zur Wahl antreten.

Kein Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik

Wie die "Tiroler Tageszeitung" nun unter Berufung auf Parteikreise berichtet, könnte der Wechsel schon am Sonntag bei der Sitzung des ÖVP-Bundesparteivorstands über die Bühne gehen.

Mikl-Leitner gilt in der Flüchtlingskrise als Innenministerin, die mit harter Hand durchgreift. Sie hatte in Österreich für Grenzschließungen und eine Obergrenze geworben.

Die Tageszeitung "Krone" zitiert Mikl-Leitners Büro zu dem Sachverhalt mit den Worten: "Dass ihr Herz die Innenministerin nach Niederösterreich zieht, ist kein Geheimnis."

Wolfgang Sobotka wird laut Bericht der "Tiroler Tageszeitung" neuer Innenminister. Er war seit 2009 stellvertretender Landesvorsitzender in Niederösterreich. Er hatte laut der "Krone" auch mit dem Amt des Landeshauptmanns geliebäugelt. Ein Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik sei mit der Personalie voraussichtlich nicht verbunden.

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