POLITIK
08/04/2016 06:43 CEST | Aktualisiert 08/04/2016 06:50 CEST

Panama Papers: Das sagt Putin zu den Korruptions-Vorwürfen

Putin weist Vorwürfe bezüglich der Panama Papers zurück
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Putin weist Vorwürfe bezüglich der Panama Papers zurück

  • "Sie versuchen, uns von innen heraus zu erschüttern"

Lange hat er geschwiegen, hatte nur einen Sprecher angebliche Verwicklungen seines Umfelds zu Offshore-Konten dementieren lassen. Nun äußert sich Wladimir Putin doch noch.

Der russische Präsident sieht die "Panama Papers" als Versuch, von außen Unfrieden in Russland zu stiften. Es solle fälschlich der Verdacht der Korruption erweckt werden, sagte Putin in St. Petersburg vor Journalisten. Das berichten mehrere Medien.

Russlands Gegner beunruhige vor allem die Einheit der Nation und des "multinationalen russischen Volkes", sagte der Kreml-Chef. "Sie versuchen, uns von innen heraus zu erschüttern, um uns gefügiger zu machen." Deshalb stellten sie solche Informationen zusammen. Zu Mutmaßungen, sein enger Freund, der Cellist Sergej Roldugin, sei in ein Korruptionssystem verwickelt, sagte Putin: "Das ist dummes Zeug."

Muss Russland auf eine schwarze Liste?

Die EU-Kommission droht unterdessen unwilligen Steueroasen mit Konsequenzen. Die Europäer sollten sich nach den Worten von Steuerkommissar Pierre Moscovici binnen sechs Monaten auf eine gemeinsame "schwarze Liste" für Steueroasen einigen.

Nach Auffassung des Vizechefs des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, handelt die Bundesregierung zu zögerlich im Kampf gegen Geldwäsche. Deutschland sei noch immer ein "Hort der Geldwäsche", sagte der auf Wirtschaftskriminalität und Geldwäsche spezialisierte BDK-Vize in der ZDF-Sendung.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) agiere „wie ein Getriebener“ und nur auf Druck von außen. Dringend notwendig seien ein öffentliches und transparentes Unternehmensregister sowie ein Unternehmensstrafrecht.

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